Bei einer Razzia gegen organisierte Clan-Kriminalität haben Polizei und Staatsanwaltschaft in der Nacht von Sonntag auf Montag neun Objekte in Aurich und Norden durchsucht. Die Einsatzkräfte stellten dabei sechs illegale Glücksspielautomaten, drei Wettautomaten und mehr als 40.000 Euro Bargeld sicher.
Die Durchsuchungen richteten sich gegen mehrere Personen aus dem Clanmilieu, die verdächtigt werden, öffentlich zugängliche Spielstätten mit nicht zugelassenen Glücksspielautomaten betrieben zu haben. Neben den Spielautomaten beschlagnahmte die Polizei auch eine Schreckschusswaffe mit Munition, hochwertige Uhren, Mobiltelefone und Tabakwaren.
Den Einsätzen gingen mehrmonatige Ermittlungen der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft voraus. Die Durchsuchungsbeschlüsse wurden von der Staatsanwaltschaft Osnabrück und der Staatsanwaltschaft Aurich beantragt. Bei den durchsuchten Objekten handelte es sich sowohl um Spielstätten als auch um Privatwohnungen der Beschuldigten.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nicht nur auf illegales Glücksspiel, sondern auch auf mögliche Verstöße gegen steuerrechtliche Vorschriften sowie den Verdacht der Geldwäsche. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel läuft noch.
Die niedersächsische Polizei und Justiz haben die Bekämpfung krimineller Clan-Strukturen als Schwerpunkt ihrer landesweiten Strategie festgelegt. Diese umfasst umfassende Maßnahmen und regelmäßige Kontrollen, um kriminelle Strukturen zu durchdringen und zu stoppen.