Ein 59-jähriges Ehepaar aus Recklinghausen ist am Dienstagvormittag Opfer eines raffinierten Trickdiebstahls geworden. Auf der Bochumer Straße sprachen drei unbekannte Personen das Paar an und fragten nach dem Weg zum Krankenhaus. Während die Eheleute mit der Wegbeschreibung beschäftigt waren, nutzten die Unbekannten die Gelegenheit: Sie stahlen den beiden echte Goldketten und legten ihnen im Gegenzug wertlosen Modeschmuck um den Hals – so geschickt, dass der Diebstahl zunächst unbemerkt blieb. Erst später stellten die Eheleute fest, dass ihre Schmuckstücke weg waren. Am Mittwoch meldeten sie den Vorfall der Polizei.
Die sogenannte „Goldketten-Masche“ ist kein neues Phänomen, erlebt aber aktuell im Kreis Recklinghausen und in der Stadt Bottrop wieder einen Anstieg. Die Masche funktioniert nach einem bewährten Schema: Täter lenken ihre Opfer ab, während sie wertvollen Schmuck stehlen und Imitationen zurücklassen.
Die Polizei konnte die drei Tatverdächtigen nur grob beschreiben. Eine der beiden Frauen trug einen auffälligen, hellroten Schleier, der bis zum Boden reichte, sowie auffällige Ketten im Haar. Die zweite Frau war ähnlich gekleidet. Der Mann, der bei der Aktion beteiligt war, trug eine offene Weste, hatte einen charakteristischen Schnauzbart und einen Ring am Finger.
Die Polizei Recklinghausen sucht Zeugen, die die beschriebenen Personen am Dienstagvormittag gegen 10 Uhr im Bereich der Bochumer Straße gesehen haben oder verdächtige Beobachtungen machen konnten. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0800/2361 111 entgegen.
Um sich vor dieser Masche zu schützen, empfiehlt die Polizei: Lassen Sie sich von fremden Personen nicht in längere Gespräche verwickeln und wahren Sie ausreichend Abstand. Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte versuchen, Sie zu berühren oder Ihnen Schmuck anzulegen. Goldketten und andere Wertgegenstände sollten möglichst verdeckt unter der Kleidung getragen werden.