Sachsen: Bodenfeuchte-Lage zeigt regionale Unterschiede – 23. Mai 2026

Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Sachsen ein geteiltes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während etwa die Hälfte des Bundeslandes normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, sind insbesondere zentrale und östliche Bereiche von Trockenheit betroffen.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Die westlichen und südwestlichen Landesteile sowie Bereiche im Norden weisen überwiegend normale Bodenfeuchte auf, erkennbar an den grünen und blauen Farbtönen auf der Karte. Im Gegensatz dazu sind die zentralen Regionen um Dresden sowie östliche Gebiete an der polnischen Grenze von moderater Dürre betroffen, einzelne Bereiche zeigen schwere Dürre. Die südöstlichen Regionen präsentieren ein Mosaik aus ungewöhnlich trockenen bis moderat trockenen Bedingungen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstützen die auf der Karte sichtbare Entwicklung: Mit nur 0,9 Millimetern Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 16,4°C herrschten trockene Bedingungen vor. Die kommenden drei Tage bringen voraussichtlich keinen Niederschlag bei steigenden Temperaturen bis 28,4°C, was die Trockenheitssituation in den betroffenen Gebieten verstärken dürfte. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-Mittel des träge reagierenden Gesamtbodens darstellt, spiegelt sie diese jüngste Trockenphase noch nicht vollständig wider.

Für die Landwirtschaft in den betroffenen Regionen bedeuten die moderate bis schwere Dürre eine Beobachtung der Bestände und gegebenenfalls angepasste Bewässerung. Waldgebiete in den trockeneren Bereichen sollten auf Stresssymptome überwacht werden. Die Wasserversorgung ist landesweit nicht gefährdet, da große Teile Sachsens weiterhin über ausreichende Bodenfeuchte verfügen.

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