Sachsen kämpft mit schwerer Dürre – Weite Teile des Freistaats alarmierend trocken

Die Dürresituation in Sachsen hat sich dramatisch verschärft: Weite Teile des Freistaats leiden unter schwerer bis außergewöhnlicher Dürre. Das zeigt der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 12. Mai 2026. Besonders betroffen sind die zentralen und östlichen Landesteile, wo der Soil Moisture Index alarmierende Werte erreicht.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die dunkelroten Bereiche auf der Karte konzentrieren sich vor allem auf die Regionen um Dresden, Chemnitz und weite Teile der Lausitz. Hier herrscht außergewöhnliche Dürre mit extrem niedrigen Bodenfeuchtewerten. Auch das Erzgebirge und Teile Nordsachsens zeigen deutliche bis schwere Dürresymptome, erkennbar an den rot-orangen Färbungen. Lediglich einzelne westliche Gebiete weisen noch moderate Bedingungen auf, die durch gelbe Töne dargestellt werden.

Die Niederschläge der vergangenen Woche von durchschnittlich 25,6 Millimeter konnten die kritische Bodentrockenheit nicht lindern. Auch die angekündigten 4,6 Millimeter Regen in den kommenden drei Tagen werden an der Dürresituation wenig ändern – denn diese geringen Mengen reichen nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu durchfeuchten. Das Wasser versickert meist nur oberflächlich oder verdunstet bei den milden Temperaturen schnell wieder.

Die anhaltende Dürre stellt Landwirte vor massive Herausforderungen: Saatgut kann nicht optimal keimen, junge Pflanzen leiden unter Wasserstress. Auch für die Forstwirtschaft wird die Lage kritisch – trockene Böden schwächen Bäume und erhöhen die Waldbrandgefahr erheblich. Die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit ebenfalls unter Druck geraten, da Grundwasserspiegel und Oberflächengewässer bereits stark belastet sind.

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