Die aktuelle UFZ-Dürremonitoringkarte zeigt für Sachsen eine deutlich angespannte Bodenfeuchtesituation. Weite Teile des Bundeslandes weisen schwere Dürre (rote Bereiche) auf, während zentrale und östliche Regionen teilweise sogar extreme Dürre (dunkelrote Bereiche) verzeichnen. Lediglich westliche Randgebiete zeigen noch moderate Dürre oder ungewöhnlich trockene Verhältnisse.

Regional zeigt sich ein klares West-Ost-Gefälle: Die westlichen Grenzgebiete zu Thüringen weisen überwiegend orange Färbung auf, was moderate Dürre entspricht. Die zentralen Landesteile um Dresden und Chemnitz sind großflächig von schwerer Dürre betroffen. Besonders ausgeprägt ist die Trockenheit in den östlichen Regionen der Oberlausitz, wo sich dunkelrote Bereiche zeigen – ein Indikator für extreme Dürre, wie sie statistisch nur alle 30 Jahre auftritt.
Die aktuellen Wetterdaten verstärken die bereits angespannte Lage: In den vergangenen sieben Tagen fiel kein Niederschlag, bei Durchschnittstemperaturen von 18,3 Grad und Höchstwerten bis 28,3 Grad. Auch für die kommenden drei Tage ist kein Regen prognostiziert. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, reagiert er träge auf kurzfristige Wetteränderungen – die anhaltende Trockenheit wird die Situation voraussichtlich weiter verschärfen.
Für die Landwirtschaft bedeutet die schwere bis extreme Dürre erhebliche Belastungen. Pflanzenwachstum und Erträge können deutlich beeinträchtigt werden. Auch Wälder leiden unter dem Wassermangel, was sie anfälliger für Schädlinge und Waldbrände macht. Die Grundwasserneubildung ist in den betroffenen Gebieten stark reduziert.
Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen finden Sie hier.