Sattelzug überfährt Leitplanke auf A 96 – Fahrer schwer verletzt, Autobahn stundenlang gesperrt

(Symbolbild)

Ein Verkehrsunfall auf der A 96 hat am Montagnachmittag zu einer stundenlangen Vollsperrung geführt. Ein 41-jähriger Sattelzuglenker wurde schwer verletzt, nachdem sein Lkw die Fahrbahn verließ und eine Leitplanke durchbrach.

Der Unfall ereignete sich gegen 14 Uhr in Fahrtrichtung München, kurz nach dem Herfatzer Tunnel. Aus noch ungeklärter Ursache kam der 41-Jährige mit seinem Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr die dortige Leitplanke und rutschte über weitere 150 Meter durch steiles Gelände neben der Autobahn, bevor der Lkw zum Stehen kam.

Der Fahrer saß im Führerhaus fest und konnte erst gegen 15 Uhr von Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Bergwacht befreit werden. Ein Rettungshubschrauber transportierte den Schwerverletzten daraufhin in ein Krankenhaus.

Der Schaden war erheblich: Am Sattelzug entstand wirtschaftlicher Totalschaden von etwa 450.000 Euro. Die Schutzplanke sowie angrenzende Brückenbauteile wurden mit mindestens 20.000 Euro Sachschaden in Mitleidenschaft gezogen.

Weil Betriebsstoffe aus dem Lkw in einen Bachlauf unterhalb der Autobahn gelangten, rückte ein Vertreter des Umweltamts an. Mit einem Spezialfahrzeug wurde das verunreinigte Wasser abgesaugt. Ein Spezialunternehmen mit Kran kümmerte sich um die Bergung des leeren Containerzugs aus dem unzugänglichen Gelände – diese Arbeiten zogen sich bis in die Abendstunden.

Die A 96 blieb zwischen den Anschlussstellen Wangen-West und Wangen-Nord bis in den Abend hinein vollständig gesperrt. Mehrere Kilometer Stau bildeten sich. Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes versorgten die wartenden Autofahrer mit Getränken. Die Straßenmeisterei richtete eine großräumige Umleitung ein.

Die Verkehrspolizei Kißlegg ermittelt derzeit zur genauen Unfallursache.

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