Die aktuelle UFZ-Dürrekarte zeigt für Schleswig-Holstein ein heterogenes Bild der Bodenfeuchteverhältnisse. Während der Westen und Norden des Landes überwiegend normale bis feuchte Bedingungen aufweisen, zeigen sich im Süden und Osten deutliche Anzeichen von Trockenheit. Etwa die Hälfte der Landesfläche ist von unterschiedlichen Trockenheitsgraden betroffen.

Regional betrachtet präsentiert sich die Lage differenziert: Der westliche und nordwestliche Landesteil sowie die Nordseeküste weisen normale Bodenfeuchtewerte auf, erkennbar an den weißen bis grünlichen Bereichen. Im Kontrast dazu zeigt der südöstliche Teil des Landes moderate bis schwere Dürrebedingungen. Besonders auffällig sind die roten Bereiche im südöstlichen Schleswig-Holstein, die eine schwere Dürre kennzeichnen. Die zentralen Gebiete befinden sich überwiegend in der orange markierten Zone moderater Dürre, während einzelne Bereiche im Norden und Süden ungewöhnlich trockene Verhältnisse aufweisen.
Die aktuellen Wetterdaten zeigen mit 16,9 Millimetern Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen und erwarteten 14,7 Millimetern für die kommenden drei Tage moderate Regenmengen. Diese können zu einer kurzfristigen Entspannung der Oberbodenfeuchte beitragen, während sich der vom UFZ-Dürremonitor erfasste Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe träger erholt. Die Karte stellt ein 14-tägiges gleitendes Mittel dar und wird wöchentlich aktualisiert, weshalb jüngste Niederschläge nur teilweise sichtbar sind.
Für die betroffenen Gebiete mit moderater bis schwerer Dürre bedeutet dies eine spürbare Belastung für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft. In den südöstlichen Regionen sollten Bewässerungsmaßnahmen in Betracht gezogen werden, während die normale Bodenfeuchtesituation im Westen und Norden derzeit keine besonderen Maßnahmen erfordert. Die Wasserversorgung in den betroffenen Gebieten bedarf einer aufmerksamen Beobachtung.
Den aktuellen Wetterbericht für Schleswig-Holstein finden Sie hier.