Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Thüringen eine regional unterschiedlich ausgeprägte Bodenfeuchtesituation. Während der Norden des Freistaats überwiegend normale bis leicht trockene Verhältnisse aufweist, dominieren in der Südhälfte orange gefärbte Bereiche mit moderater Dürre. Etwa ein Drittel der Landesfläche zeigt diese moderate Trockenheit, die statistisch alle zehn Jahre auftritt.

Regional betrachtet präsentiert sich ein Nord-Süd-Gefälle: Die nördlichen Landesteile zeigen mehrheitlich gelbe Bereiche mit ungewöhnlicher Trockenheit sowie vereinzelt normale Bodenfeuchte. Im mittleren und südlichen Thüringen dominieren orange Flächen der moderaten Dürre-Klasse. Vereinzelt sind im Süden auch rote Bereiche mit schwerer Dürre erkennbar, die etwa fünf Prozent der Landesfläche betreffen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 8 mm Niederschlag eine unterdurchschnittliche Regenmengen bei milden Temperaturen um 16,2°C. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-gleitendes Mittel für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe darstellt und wöchentlich aktualisiert wird, spiegeln sich die geringen aktuellen Regenmengen in der trägen Bodenreaktion wider. Die Prognose für die kommenden drei Tage sieht weitere 5,5 mm Niederschlag vor.
Die moderate Dürre-Klasse in der Südhälfte erfordert aufmerksame Beobachtung der weiteren Entwicklung, insbesondere für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Bei anhaltend geringen Niederschlägen könnte sich die Situation in den bereits orange markierten Gebieten verschärfen. Die Wasserversorgung ist derzeit nicht beeinträchtigt, sollte aber weiterhin überwacht werden.
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