Betrüger haben einen 83-jährigen Mann aus Essen-Kettwig am 10. September mit einem Schockanruf hereingelegt und um Gold und Bargeld im sechsstelligen Bereich gebracht. Die Unbekannten riefen gegen 13:00 Uhr auf seinem Festnetztelefon an und gaben vor, seine Tochter habe einen tödlichen Autounfall verursacht. Um eine Haft der Tochter zu verhindern, forderten sie eine sechsstellige Kautionssumme.
Der Senior vereinbarte mit den Betrügern eine Übergabe. Gegen 15:30 Uhr fand die erste Übergabe in seinem Haus in Kettwig statt. Eine zweite Übergabe erfolgte später am Nachmittag in der Nähe einer Tankstelle an der Hufelandstraße. Erst als der Mann wieder zu Hause ankam, bemerkte er, dass er Opfer eines Betrugs geworden war, und alarmierte die Polizei.
Die Betrüger erbeuteten insgesamt Goldmünzen sowie eine hohe Summe Bargeld. Der Wert liegt im sechsstelligen Bereich.
Das Opfer beschreibt die beiden Boten folgendermaßen: Der eine sei zwischen 30 und 35 Jahren alt gewesen, etwa 178 Zentimeter groß, schlank und blond mit kurzen Haaren. Der zweite Mann sei etwas kräftiger, etwa 170 Zentimeter groß mit dunklen Haaren. Er trug eine dunkle Hose und ein farbiges T-Shirt.
Die Polizei Essen bittet um Hinweise, die bei der Aufklärung helfen. Personen, die etwas Verdächtiges im Bereich der Thiemannstraße oder in der Nähe des Landgerichtes beobachtet haben, können sich unter 0201/829-0 oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de melden.
Die Polizei weist darauf hin, dass Trickbetrüger immer wieder die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft älterer Menschen ausnutzen, um an deren Ersparnisse zu gelangen. Besonders wichtig ist es, Verwandte und ältere Bekannte über solche Maschen aufzuklären. Unter den angegebenen Links finden sich Flyer und Broschüren mit Verhaltenshinweisen zum Schutz vor Betrügern.
Die Entwicklung in Essen
2024 zählte die Polizei in Essen 6.404 Betrugsfälle, 2025 waren es 6.185 — 3,4 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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