Mit einem sogenannten Schockanruf haben Telefonbetrüger am Mittwoch in Offenbach eine Seniorin um Bargeld und Schmuck im Wert von mehr als 10.000 Euro gebracht. Die Unbekannten gaben sich als Mitarbeiter des Amtsgerichts Frankfurt aus und behaupteten, die Tochter der Frau habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und sitze nun in Untersuchungshaft.
Die Betrüger setzten die Seniorin in der Goethestraße unter Druck und behaupteten, nur durch die Übergabe von Bargeld und Schmuck könne die Freilassung ihrer Tochter erreicht werden. Unter dem emotionalen Druck händigte die Frau schließlich das Geld und den Schmuck vor ihrer Haustür an einen unbekannten Abholer aus.
Der Abholer flüchtete anschließend zu Fuß. Er soll zwischen 20 und 25 Jahre alt und etwa 1,60 Meter groß gewesen sein. Der Mann war schlank, hatte kurze dunkelbraune Haare und ein mitteleuropäisches Erscheinungsbild. Er war komplett schwarz gekleidet, inklusive einer schwarzen Mütze.
Die Kriminalpolizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Die Täter setzen ihre Opfer gezielt unter emotionalen Druck und fordern schnelle Entscheidungen. Die Polizei rät: Niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben. Solche Gespräche sollten sofort beendet und Angehörige oder direkt die Polizei verständigt werden. Echte Behörden verlangen niemals am Telefon Geld oder Schmuck, um angebliche Haftstrafen abzuwenden.