Schockanrufer ergaunern fünfstelligen Betrag in Hanau – Polizei sucht Geldabholer

(Symbolbild)

In Großauheim ist eine Seniorin Opfer eines perfiden Betrugs geworden. Betrüger gaben sich am Donnerstag als Angehörige und Polizeibeamte aus und ergaunerten von der älteren Frau einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei Hanau sucht nun nach dem Geldabholer und warnt die Öffentlichkeit vor dieser Masche.

Die Anruferinnen hielten die Geschädigte über rund zwei Stunden hinweg in der Leitung und setzten sie dabei massiv unter Druck. Sie spielten vor, dass die Tochter der Seniorin nach einem schweren Unfall im Krankenhaus läge und notoperiert werden müsse. Für die angebliche lebensrettende Operation sei sofort eine hohe Kaution erforderlich. Ein weiterer Anrufer legitimierte diese Forderung, indem er sich als Polizeibeamter ausgab. Telefonisch angeleitet begab sich die Frau zu ihrer Bank, entnahm Bargeld aus ihrem Schließfach und übergab es im Bereich der Von-Brentano-Straße an einen unbekannten Mann.

Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben: etwa 40 Jahre alt, schlank, kleine Statur, dunkle kurze Haare. Er sprach akzentfreies Russisch und entfernte sich mit der Beute unerkannt.

Die Kriminalpolizei ermittelt unter anderem der Frage nach, ob der Abholer die Geschädigte bereits auf ihrem Weg zur Bank und zurück beobachtet hat. Zeugen, denen am Donnerstag im Bereich der Von-Brentano-Straße verdächtige Personen oder Beobachtungen aufgefallen sind, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 bei der Kriminalpolizei zu melden.

Die Polizei warnt eindringlich: Bei Anrufen mit angeblichen Notfällen von Angehörigen sollten sofort die Alarmglocken schrillen. Legen Sie auf und rufen Sie Ihr Familienmitglied unter einer Ihnen bekannten Nummer selbst zurück. Echte Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Behördenmitarbeiter fordern niemals Bargeld, Gold oder Schmuck als Kaution und schicken auch keine Personen zur Abholung von Wertsachen. Übergeben Sie niemals Bargeld an unbekannte Abholer und lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Bei Verdacht wählen Sie den Notruf 110.

Weitere Straftaten im Bereich Hanau:

In Wächtersbach haben Unbekannte zwischen Dienstag, 11 Uhr und Donnerstag, 10 Uhr einen weißen DFSK Fengon 500 aus der Heegstraße gestohlen. Das chinesische SUV-Einstiegsmodell war im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt. Wie die Täter Zugang zum Fahrzeug erlangten und es abtransportierten, wird noch ermittelt. Hinweise zum Verbleib des Wagens nimmt die Kriminalpolizei Hanau unter 06181 100-123 entgegen.

In Schlüchtern entwendeten Täter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mehrere Koniferen und ein neues Gartentor aus einem Baumarkt in der Kurfürstenstraße. Die Langfinger verschafften sich Zugang zum Außengelände und befreiten die Pflanzen von ihren Töpfen. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Kriminalpolizei Hanau ermittelt und ist für Hinweise unter 06181 100-123 erreichbar.

In Freigericht-Somborn stahlen Unbekannte einen schwarzen Motorroller am Donnerstagabend zwischen 18 Uhr und 20.10 Uhr. Das Fahrzeug war im Konrad-Adenauer-Ring vor der dortigen Schule abgestellt. Eine Zeugin beobachtete in Tatortnähe Personen, die einen Motorroller schoben. Ein Tatzusammenhang ist noch unklar. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Hanau unter 06181 100-123 entgegen.

In Birstein-Unterreichenbach entwendeten Unbekannte etwa 150 Liter Diesel aus einem Radlader. Die Tat ereignete sich am Mittwochabend zwischen 18.10 Uhr und 18.30 Uhr im Waldgebiet. Der Radlader einer Firma für forstwirtschaftliche Arbeiten wurde zunächst aufgebrochen. Ohne den Fahrzeugschlüssel gelang es den Tätern, den Radlader zu starten und umzuparken, vermutlich um besser an den Tank zu gelangen. Die Täter flüchteten mit einem Pkw aus dem Waldgebiet. Zeugen können sich unter 06181 100-123 bei der Kriminalpolizei Hanau melden.


Betrugsfälle in Hessen: der Vergleich mit dem Bund

Die Polizei zählte 2025 landesweit 49.153 Betrugsfälle, das sind 783 auf 100.000 Einwohner. Damit steht Hessen fast genauso wie der Bundesdurchschnitt, wo 770 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Gezählt wird Betrug nach den §§ 263 ff. StGB.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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