Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze will sich bei einer möglichen Wiederwahl nach den Landtagswahlen im September nicht in politische Abhängigkeiten verstricken. „Für mich ist ein Grundprinzip: Ich werde mich niemals abhängig machen von irgendjemandem“, erklärte der CDU-Politiker am Freitag in Halle an der Saale.
Schulze lehnt dabei explizit Tauschgeschäfte ab, bei denen Unterstützer im Gegenzug Gefälligkeiten fordern könnten. „Ich werde keine Abhängigkeiten eingehen, in denen es dann heiße: Wenn ich dich unterstütze, musst du das und das für mich machen“, präzisierte er seinen Standpunkt.
Allerdings betont Schulze, dass er aus der „Mitte der politischen Landschaft“ heraus agieren und mit allen Vertretern des politischen Spektrums ins Gespräch kommen will. Eine klare Grenzlinie zieht er jedoch bei extremen Positionen. „Ich werde nicht mit Extremisten oder mit ganz links oder ganz rechts zusammenarbeiten“, schränkte der Ministerpräsident ein.
Zur Frage, ob dies auch eine explizite Absage an eine mögliche Unterstützung durch die Linkspartei bedeutet, machte Schulze keine eindeutige Aussage. Stattdessen betonte er, dass er „möglichst viele von meinen Ideen aus der Mitte heraus umsetzen“ wolle.
Autor: dts Nachrichtenagentur