Schulze unter Druck: CDU erleidet Wahldesaster in Sachsen-Anhalt – Junge Union fordert Rücktritt

via dts Nachrichtenagentur

Die CDU hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine heftige Niederlage erlitten. Das Ergebnis löst parteiintern heftige Debatten aus: Die Junge Union fordert nun Ministerpräsident und CDU-Landeschef Sven Schulze sowie den gesamten Landesvorstand zum Rücktritt auf. Der Parteinachwuchs sieht den Regierungsauftrag stattdessen bei der AfD.

Die Zahlen unterstreichen das Ausmaß des Debakels für die Christdemokraten. Laut den jüngsten Hochrechnungen halbiert sich das CDU-Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl und liegt nun nur noch bei 18,3 Prozent. Dagegen triumphiert die AfD mit durchschnittlich 44,4 Prozent der Stimmen und verpasst damit nur knapp eine eigene Parlamentsmehrheit.

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann bestätigte: „Es ist eine Niederlage insgesamt für die Christdemokraten.“ Sie betonte jedoch, dass bundespolitische Konsequenzen ausbleiben werden.

Neben der AfD und der CDU ziehen folgende Parteien in den Landtag ein: Die Linke mit 9,2 Prozent, die SPD mit 8,7 Prozent und die Grünen mit 8,5 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegt mit 4,9 Prozent knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde – ob die Partei den Einzug ins Parlament schafft, wird noch entscheiden, ob AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten gewählt werden kann. Die bisherige Koalitionspartnerin FDP scheitert deutlich mit 2,4 Prozent und fliegt aus dem Parlament.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann nannte die Wahl einen „ganz bitteren Wahlabend für die CDU in Sachsen-Anhalt“, der auch Berlin beschäftigen müsse. Der CSU-Politiker sieht in dem AfD-Sieg allerdings keinen Grund, vom Reformkurs der Bundeskoalition abzuweichen. „Dieses schwierige Wahlergebnis ändert nichts am Reformbedarf unseres Landes,“ sagte Hoffmann gegenüber der Rheinischen Post. Die Koalition im Bund sei angetreten, um Deutschland umfassend zu modernisieren.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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