Schwere Dürre im Osten Niedersachsens: Landkreise Göttingen und Northeim besonders betroffen

Die Dürresituation in Niedersachsen hat sich dramatisch verschärft. Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 22. April zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Während der Nordwesten des Landes noch ausreichend Bodenfeuchtigkeit aufweist, leiden große Teile des Ostens unter schwerer bis außergewöhnlicher Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders dramatisch ist die Lage in den Landkreisen Göttingen und Northeim sowie im angrenzenden südöstlichen Niedersachsen. Hier zeigt die Karte des UFZ Dürremonitors tiefrot eingefärbte Gebiete, die eine außergewöhnliche Dürre signalisieren. Auch weite Teile Südniedersachsens und der Mitte des Landes sind von schwerer Dürre betroffen, erkennbar an den roten Markierungen. Im Gegensatz dazu präsentiert sich der Nordwesten – etwa die Region um Oldenburg und Ostfriesland – noch in gelben Farbtönen, was auf eine moderate Bodenfeuchte hindeutet.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 11,4 Millimetern Niederschlag deutlich zu wenig Regen für die Jahreszeit. Die moderaten Temperaturen um 9,6 Grad trugen zwar nicht zu einer weiteren Verschärfung bei, doch die Prognose gibt wenig Anlass zur Hoffnung: Für die kommenden drei Tage wird kein Niederschlag erwartet. Diese anhaltend trockenen Bedingungen werden die bereits angespannte Bodenfeuchtesituation weiter verschlechtern, da die geringen Regenmengen der vergangenen Woche nicht ausreichten, um die tieferen Bodenschichten zu erreichen.

Für die Landwirtschaft in den betroffenen Regionen bedeutet diese Entwicklung eine ernste Bedrohung. Winterkulturen leiden unter dem Wassermangel, und die bevorstehende Aussaat von Sommerkulturen wird erschwert. Auch Wälder und Grünland zeigen bereits Stresssymptome. Wasserversorger in Südniedersachsen müssen verstärkt auf tiefere Grundwasserschichten zugreifen, da oberflächennahe Reserven schwinden.

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