Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen ereigneten sich am Wochenende mehrere schwere Verkehrsunfälle mit Motorrädern, bei denen insgesamt sechs Personen verletzt wurden. Den schwersten Vorfall gab es in Albstadt, wo ein 27-jähriger Motorradfahrer mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste.
In Albstadt wollte der 27-Jährige am Sonntagvormittag gegen 10.10 Uhr mit seiner Ducati auf der L 448 von Bitz in Richtung Ebingen ein landwirtschaftliches Gespann überholen. Der 35-jährige Traktorfahrer hatte jedoch bereits zum Linksabbiegen angesetzt. Das Motorrad blieb am vorderen linken Rad des Traktors hängen, der Fahrer stürzte und rutschte über die Fahrbahn gegen den Stützpfeiler einer Leitschutzplanke. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde er mit dem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Das Motorrad musste abgeschleppt werden, der Schaden liegt bei etwa 18.000 Euro.
In Burladingen verletzte sich am Sonntagnachmittag gegen 16.45 Uhr ein 62-jähriger Kawasaki-Fahrer schwer. Er überholte in der Gammertinger Straße trotz Gegenverkehr ein vorausfahrendes Fahrzeug. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wich er nach links auf ein Grundstück aus, fuhr gegen eine Umzäunung und überschlug sich. Der Mann wurde stationär in eine Klinik aufgenommen.
Bei einem weiteren Motorradunfall in Dettingen wurden am Sonntagnachmittag gegen 15.40 Uhr zwei Personen verletzt. Ein 51-jähriger Aprilia-Fahrer kam in einer Linkskurve auf der Aufschleifung von Neuhausen in Richtung B 28 zu Fall und rutschte in den Grünstreifen. Seine 25-jährige Mitfahrerin zog sich schwere Verletzungen zu und musste mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden. Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt. Der Schaden am Motorrad beträgt 3.000 Euro.
In Trochtelfingen stürzte am Sonntagabend gegen 18.50 Uhr ein 41-jähriger Honda-Fahrer auf der Heerstraße von Oberstetten in Richtung Wilsingen. Nach einer Linkskurve kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte in einem Acker. Ersthelfer kümmerten sich um ihn, bevor der Rettungsdienst ihn ins Krankenhaus brachte. Der Motorradschaden beläuft sich auf 2.000 Euro.
Auch bei anderen Verkehrsunfällen gab es Verletzte: In Deizisau stürzte am Sonntagmittag gegen 12.10 Uhr ein 30-jähriger Rennradfahrer aufgrund eines Fahrfehlers und erlitt schwere Verletzungen. Er war als Teil einer Rennradgruppe auf dem Verbindungsweg vom Schießhausweg in Richtung Deizisau unterwegs. Nach notärztlicher Erstversorgung kam er in eine Klinik.
In Eningen verletzte sich am Montagmorgen kurz vor 7 Uhr ein 16-jähriger Radfahrer. Er fuhr mit seinem Fahrrad den Alfred-Schradin-Weg in Richtung Reutlingen, geriet in einer Kurve zu weit nach rechts, touchierte den Bordstein und stürzte. Mit einem Rettungswagen kam er zur Untersuchung ins Krankenhaus. Der Fahrradschaden liegt bei etwa 150 Euro.
Bei einem Auffahrunfall in Neckartailfingen wurden am Sonntagabend kurz nach 18 Uhr drei Personen leicht verletzt. Eine 44-jährige Skoda-Fahrerin kollidierte in der Ausfahrt der B 312 mit dem Auto einer 68-Jährigen, die an der Einmündung zur K 1256 stand und nach rechts in Richtung Schlaitdorf abbiegen wollte. Die Seniorin und zwei Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren wurden vom Rettungsdienst vor Ort versorgt. Der Fahrzeugschaden beträgt etwa 13.000 Euro.
In Hohenstein stoppte die Polizei am Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr einen erheblich betrunkenen Autofahrer auf der B 312. Zeugen hatten seine auffällige Fahrweise gemeldet – er war mehrmals in den Gegenverkehr geraten. Zwischen Oberstetten und Ödenwaldstetten gelang es der Polizei, zu dem Fahrzeug aufzuschließen. Um ein Weiterfahren zu verhindern, legten die Beamten einen Stopp-Stick vor das Auto. Der Fahrer weigerte sich auszusteigen und fuhr trotz des Nagelgurts weiter, bis die Luft aus den Reifen war. Er leistete erheblichen Widerstand und musste aus dem Auto geholt werden. Ein Alkoholtest ergab über 1,5 Promille. Nach einer Blutentnahme und der Führerscheinabnahme wurde er aufgrund seines Zustandes in die psychiatrische Abteilung einer Klinik eingeliefert.
In Dettingen brannten am Sonntagnachmittag gegen 15.10 Uhr in der Badstubengasse zwei Mülltonnen und ein abgemeldeter Renault. Das Feuer griff auf einen Toyota, eine Hecke und ein Gebäude über, konnte aber von der Feuerwehr gestoppt werden. Der Rettungsdienst untersuchte drei Bewohner wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung – sie blieben unverletzt. Der Gesamtschaden liegt bei 20.000 Euro. Polizei und Kriminaltechniker ermitteln zur Brandursache.
In Kirchheim brach zwischen Samstag 11.30 Uhr und Montag 6.30 Uhr ein Unbekannter in eine Werkstatt im Bodelschwinghweg ein. Er verschaffte sich gewaltsam Zutritt, entwendete aber nichts. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro.
In Rottenburg kam es am Sonntagabend gegen 23.20 Uhr vor dem Polizeirevier in der Königstraße zu Handgreiflichkeiten zwischen zwei Familien. Ein 21-Jähriger hatte seine frühere Freundin mit einem unbekannten Begleiter getroffen und vermutlich angenommen, es handle sich um deren neuen Partner. Zusammen mit seinem 43-jährigen Vater griff er die beiden an und verletzte den 27-Jährigen leicht mit einem Messer. Die Geschädigten suchten Zuflucht im Polizeirevier, woraufhin sich weitere Familienmitglieder vor dem Gebäude versammelten. Die Polizei trennte die Personen und erteilte Platzverweise.