Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Montag den Westen Kolumbiens erschüttert und mindestens 22 Menschen das Leben gekostet. Das bestätigten die Bürgermeister der besonders betroffenen Städte Pereira, Manizales und Buenaventura.
Nach Einschätzung der US-Geologiebehörde USGS besteht eine 35-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Opferzahl deutlich höher liegt – zwischen 100 und 1.000 Menschen könnten ums Leben gekommen sein. Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella reagierte sofort: Er berief einen Notfallstab ein und kündigte an, selbst nach Pereira zu reisen, um die Betroffenen zu unterstützen.
Die Auswirkungen des Bebens sind erheblich. Insgesamt sechs Flughäfen mussten ihre Betriebe einstellen, darunter die Airports in Pereira, Manizales und Buenaventura. Die kolumbianische Luftfahrtbehörde Aerocivil begründet die Sperrung mit Sicherheitsbedenken: Die Flugbetriebe bleiben ausgesetzt, bis die strukturellen Schäden bewertet wurden.
Auch auf dem Boden zeigen sich massive Verwüstungen. In der Nähe von Cali und Manizales sind Straßen gesperrt worden, nachdem Erdrutsche die Verkehrswege beschädigt haben.
Autor: dts Nachrichtenagentur