In Langen ist eine Seniorin am vergangenen Wochenende um knapp 200.000 Euro betrogen worden. Täter gaben sich am Telefon als Mitarbeiter ihrer Bank aus und behaupteten, ihr Konto sei gehackt worden.
Die Frau erhielt zunächst mehrere Nachrichten auf ihr Handy sowie E-Mails. Anschließend führten die Betrüger zwei Telefonate mit ihr. Unter dem Vorwand, ihr Konto schützen und verdächtige Vorgänge verhindern zu müssen, gelang es ihnen, an sensible Daten der Dame zu gelangen. Schließlich brachten sie ihr Opfer dazu, mehrere Überweisungen auf ein Konto der Täter zu tätigen.
Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Südosthessen hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt folgende Tipps: Geben Sie niemals PINs, TANs, Passwörter oder andere Zugangsdaten am Telefon weiter. Überweisen Sie niemals Geld auf ein Konto, nur weil ein vermeintlicher Bankmitarbeiter Sie dazu auffordert. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und beenden Sie im Zweifel das Gespräch. Rufen Sie Ihre Bank selbst über eine bekannte und offizielle Telefonnummer zurück. Klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen SMS oder E-Mails. Lassen Sie sich bei Unsicherheit von Angehörigen oder einer Vertrauensperson unterstützen. Falls Sie bereits Opfer geworden sind, informieren Sie unverzüglich Ihre Bank und die Polizei.
Wer am Telefon oder per Nachricht dazu aufgefordert wird, Geld zu überweisen, Zugangsdaten preiszugeben oder Transaktionen im Online-Banking freizugeben, sollte sofort misstrauisch werden – auch wenn sich die Anrufer als Bankmitarbeiter, Polizeibeamte oder andere vertrauenswürdige Personen ausgeben. Der Rat der Polizei lautet: Nicht unter Druck setzen lassen, Gespräch beenden und selbstständig über eine bekannte Telefonnummer Kontakt zu der fordernden Stelle aufnehmen.
Die Entwicklung im Landkreis Offenbach
2024 zählte die Polizei im Landkreis Offenbach 1.791 Betrugsfälle, 2025 waren es 2.008 — 12,1 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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