Sinsheim: 20-Jähriger nach Messerangriff in Untersuchungshaft – 40-Jähriger schwebte in Lebensgefahr

(Symbolbild)

Nach einem brutalen Messerangriff in Sinsheim ist ein 20-jähriger Mann in Untersuchungshaft gekommen. Das Amtsgericht Heidelberg erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung. Dem jungen Mann wird vorgeworfen, zusammen mit zwei weiteren Komplizen einen 40-Jährigen mit einem Messer angegriffen und dabei dessen Leben gefährdet zu haben.

Die Tat ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 30. Mai gegen 4:30 Uhr im Außenbereich einer Lokalität in der Neulandstraße. Zunächst hielten sich der 20-Jährige und ein 27-jähriger Mittäter vor dem Lokal auf, als auch das spätere Opfer, ein 40-jähriger Mann, dort war. Ein weggeworfenes Glas des 27-Jährigen, dessen Splitter in Richtung des 40-Jährigen flogen, löste den ersten Streit aus.

Nach einer verbalen Auseinandersetzung, die sich zu einer kurzen Rangelei entwickelte, entfernten sich die beiden Tatverdächtigen zunächst vom Tatort. Kurze Zeit später kehrten sie jedoch zurück und gerieten erneut mit dem 40-Jährigen aneinander. Dann traf ein dritter Tatverdächtiger, ein 30-jähriger Mann, mit einem Mercedes am Tatort ein. Er führte ein Messer bei sich und wollte zunächst schlichten.

Anschließend eskalierte die Situation völlig: Alle drei Angreifer gingen gemeinsam auf das Opfer los. Der 20-Jährige nahm den 40-Jährigen in den Schwitzkasten, während der 30-Jährige mit dem Messer einmal in dessen Rücken stach. Nachdem sie kurz von ihm abließen, hielt der 30-Jährige dem Verletzten noch einmal das Messer an den Hals, stieß ihn weg und flüchtete dann mit seinen Komplizen.

Durch den Messerstich erlitt der 40-Jährige eine schwere Verletzung im oberen Rückenbereich. Dabei wurden sowohl seine Lunge als auch die Leber verletzt. Der Mann schwebte zunächst in akuter Lebensgefahr und musste intensivmedizinisch in einem nahegelegenen Krankenhaus versorgt werden. Mittlerweile ist sein Zustand stabil.

Bei einer sofortigen Fahndung wurde der 20-jährige Haupttäter noch in Tatortnähe angetroffen und vorläufig festgenommen. Die beiden anderen Tatverdächtigen im Alter von 27 und 30 Jahren sind weiterhin flüchtig. Am 31. Mai erließ die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg den Haftbefehl gegen den 20-Jährigen wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an. Zeugen, die sich zur Tatzeit in der Neulandstraße aufgehalten und Beobachtungen oder Videoaufzeichnungen gemacht haben, sollen sich unter der Telefonnummer 0621 174-4444 beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon melden.

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