Bei einer Veranstaltung mit dem ehemaligen Bundesaußenminister Joschka Fischer in der Hildesheimer Liebfrauenkirche haben sieben Personen am Montagabend die Rede durch Parolen gestört. Die Polizei führte die Störenden aus der Kirche.
Die Veranstaltung begann am 8. Juni um 17:45 Uhr und bestand aus einer Podiumsdiskussion mit anschließender Publikumsdiskussion. Zu Beginn von Fischers Rede riefen die sieben Personen Parolen und störten damit die Veranstaltung. Die anwesenden Polizistinnen und Polizisten forderten sie auf, die Kirche zu verlassen.
Da die Störenden der Aufforderung nicht nachkamen, führten die Beamten sie unter Anwendung einfacher körperlicher Gewalt aus der Kirche. Dabei wehrten sich die Personen gegen die Polizeimaßnahmen.
Nach dem Rauswurf hielten sich etwa 15 Personen vor der Liebfrauenkirche auf, skandierten weiterhin Parolen und hielten Redebeiträge zu Themen wie Polizeigewalt und Aufrüstungspolitik. Die Polizei stufte das Zusammenkommen als Versammlung ein.
Trotz der Störungen konnte die Veranstaltung in der Kirche weitgehend ungestört fortgesetzt und ordnungsgemäß beendet werden. Die Versammlungsteilnehmer verließen den Bereich der Kirche gegen 20:40 Uhr.