Stuttgart: Senior um 230.000 Euro bei Krypto-Betrug betrogen

Ein über 80-jähriger Mann aus Stuttgart ist Betrügern zum Opfer gefallen, die sich als Mitarbeiter einer Krypto-Onlinebank ausgaben. Die Täter ergaunerten zwischen September 2025 und Juni 2026 insgesamt rund 230.000 Euro von dem Senior.

Der Rentner hatte sich im September 2025 online bei einer vermeintlichen Krypto-Onlinebank angemeldet. Anschließend erhielt er mehrere Anrufe eines angeblichen Mitarbeiters, der ihn dazu brachte, Geld einzuzahlen. Die Betrüger gaukelten ihm Gewinne vor und überredeten ihn dazu, immer weitere Summen zu überweisen. Erst nach Monaten bemerkte der 80-Jährige den Betrug und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei warnt vor dieser weit verbreiteten Betrugsmasche: Der Betrug beim Online-Trading beginnt meist mit verlockenden Versprechungen hoher Renditen. Über Werbung oder bei der gezielten Suche nach Investitionsmöglichkeiten im Internet stoßen Opfer auf betrügerische Angebote, besonders im Bereich der Kryptowährungen.

Nach einer einfachen Registrierung auf einer professionell wirkenden Plattform kontaktiert eine angebliche Brokerin oder ein angeblicher Broker die Opfer. Sie werden zu einer geringen Erstinvestition von 250 Euro gedrängt, die sofort erfolgreich ist. Gelegentlich erhalten die Geschädigten sogar kleinere Auszahlungen. Durch intensive Telefonanrufe oder Messengernachrichten werden die Opfer dazu verleitet, noch mehr Geld zu investieren.

Sobald die Geschädigten die Auszahlung ihrer Gewinne fordern, beginnen die Probleme: Die Trading-Plattform lehnt die Auszahlung ab, ist nicht mehr erreichbar oder existiert nicht mehr. Alternativ fordern die Betrüger weitere Geldbeträge als angebliche Gebühren oder Gewinnsteuer.

Die Polizei rät zu folgenden Schutzmaßnahmen: Seien Sie misstrauisch bei Versprechen auf hohe Renditen mit wenig Risiko. Informieren Sie sich genau über die Trading-Plattform, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und nehmen Sie sich Zeit, um Angebote zu prüfen. Geben Sie keine vertraulichen Daten wie Zugangsdaten zum Online-Banking preis und übermitteln Sie keine Kopien Ihrer Ausweisdokumente.

Erlauben Sie keiner fremden Person einen Remote-Zugang zu Ihrem Computer. Nutzen Sie den Service der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg oder einer unabhängigen Finanzberatung. Im Betrugsfall wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Strafanzeige. Weitere Informationen gibt es unter www.polizei-beratung.de.

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