Ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einer Straßenbahn und einem Sattelzug hat am Donnerstag, 3. Juli 2026, die Ammonstraße an der Ecke Rosenstraße in Dresden lahm gelegt. Seit 10:24 Uhr sind Feuerwehr und Rettungsdienst mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort. Der Sattelzug, der mit Beton beladen war, querte die Gleisanlagen, als es zur Kollision mit der Straßenbahn kam – die Wucht des Aufpralls drückte das Schienenfahrzeug aus seinen Gleisen.
Insgesamt fünf Menschen wurden bei dem Unfall leicht verletzt: beide Fahrzeugführer sowie drei Fahrgäste der Straßenbahn. Der Rettungsdienst versorgte sie notärztlich und transportierte sie anschließend in Dresdner Krankenhäuser.
Wegen des Meldebildes löste die Integrierte Regionalleitstelle Dresden zunächst einen Voralarm für einen Massenanfall von Verletzten aus, um die umliegenden Krankenhäuser frühzeitig auf ein mögliches erhöhtes Patientenaufkommen vorzubereiten. Nachdem die Einsatzkräfte die Lage erkundet hatten, konnte dieser Voralarm wieder zurückgenommen werden.
Entwarnung gab es auch in puncto Umweltgefahren: Die Betonladung des Sattelzuges stellte zu keiner Zeit eine Gefahr dar. Der Kraftstofftank des Lastkraftwagens blieb unbeschädigt, sodass keine Betriebsstoffe austraten.
Die Bergung der entgleisten Straßenbahn erwies sich als technisch anspruchsvoll. Spezialistinnen und Spezialisten der Feuer- und Rettungswache Albertstadt entwickelten gemeinsam mit den Dresdner Verkehrsbetrieben eine Strategie: Zunächst wurde die Straßenbahn zurückgezogen, um sie vom Sattelzug zu trennen. Anschließend bauten die Einsatzkräfte Hebekissen, hydraulische Hebegeräte sowie eine Verschiebebrücke auf. Mit diesen Spezialgeräten wird die Straßenbahn kontrolliert angehoben und danach Stück für Stück wieder in ihre ursprüngliche Gleislage verschoben, bevor sie auf den Schienen abgesetzt wird. Diese sorgfältigen Maßnahmen sind notwendig, um weitere Schäden am Fahrzeug und der Infrastruktur sowie Gefährdungen für die Einsatzkräfte auszuschließen.
Die Feuerwehr Dresden rechnet damit, dass der Einsatz bis in die frühen Nachmittagsstunden andauert. Die Rosenstraße bleibt für die Dauer aller Maßnahmen vollständig gesperrt. Im Einsatz befinden sich Kräfte mehrerer Rettungswachen, der Berufsfeuerwehr Dresden, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie der B-Dienst. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.