Straßenbahn erfasst Person in Dresden – Feuerwehr im Großeinsatz

© Roland Halkasch Feuerwehrleute beim maximalen Anheben der Straßenbahn

Ein Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang hat die Dresdner Feuerwehr am Mittwoch, 26. Juni 2026, zu einem Großeinsatz geführt. An der Kreuzung Fritz-Löffler-Straße/Reichenbachstraße wurde eine Person von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt.

Die Feuerwehr wurde gegen 15:39 Uhr alarmiert. Bereits während der Anfahrt bestätigte sich die Lage: Eine Person lag unter der Straßenbahn. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte mussten schnell feststellen, dass die betroffene Person tödliche Verletzungen erlitten hatte. Damit wechselte der Einsatz von einer Rettungs- zur Bergungsmaßnahme.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle weiträumig ab und unterteilte sie in zwei Abschnitte: Während ein Team die technische Bergung vorbereitete, kümmerte sich der andere Abschnitt um die psychosoziale Betreuung von Zeuginnen, Zeugen und weiteren betroffenen Personen. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei zwei Kindern, die das Unglück beobachtet hatten – sie wurden von Feuerwehrkräften betreut, bis Spezialistinnen und Spezialisten der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) eintrafen. Auch der Triebfahrzeugführer der Straßenbahn erhielt zunächst Unterstützung durch die Feuerwehr und anschließend durch die PSNV.

Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der verstorbenen Person errichtete die Feuerwehr einen großflächigen Sichtschutz. Weil der fließende Verkehr wiederholt zu gefährlichen Situationen führte, sperrte die Feuerwehr die stadtauswärtigen Fahrtrichtung der Fritz-Löffler-Straße vollständig. Diese Absperrungen übernahm die Polizei im weiteren Einsatzverlauf.

Für die Bergung musste ein Geländer am Bahnsteig teilweise demontiert werden. In enger Zusammenarbeit mit Fachkräften der Dresdner Verkehrsbetriebe wurde die Straßenbahn im Frontbereich angehoben, um die Bergung zu ermöglichen. Nach der polizeilichen Unfallaufnahme und der Dokumentation durch die Verkehrsunfallforschung reinigten die Einsatzkräfte die Örtlichkeit und übergaben sie an die Polizei sowie die Dresdner Verkehrsbetriebe. Der Einsatz endete gegen 17:55 Uhr.

Im Einsatz befanden sich insgesamt 47 Kräfte der Feuerwehr- und Rettungswachen Altstadt, Albertstadt und Striesen, der Psychosozialen Notfallversorgung sowie des Bereitschaftsdienstes. Die Ermittlungen zur Unfallursache führt die Polizei.

Die Feuerwehr Dresden bittet Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, an Einsatzstellen mit schweren Unfallereignissen die Absperrungen zu beachten und den Einsatzkräften ausreichend Raum für ihre Arbeit zu geben – dies diene der Sicherheit aller Beteiligten und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte von Betroffenen und Angehörigen.

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