Falsche Bombendrohungen haben am Freitagmorgen einen Großeinsatz der Polizei an zwei Schulen in Wernigerode ausgelöst. Gegen 9 Uhr gingen sogenannte Swatting-Anrufe in den Schulen am Heltauer Platz und in der Minslebener Straße ein. Sechs Polizeiwagen fuhren sofort zu den betroffenen Einrichtungen.
Bei Swatting-Anrufen melden Täter bewusst falsche Notrufe, um einen schweren Polizeieinsatz auszulösen. Sie geben etwa angebliche Geiselnahmen, Schussabgaben oder Bombendrohungen durch – mit dem Ziel, ein Spezialeinsatzkommando oder bewaffnete Polizeikräfte zu einer unbeteiligten Person zu schicken. Was manche als Scherz oder digitale Eskalation verkennen, ist in Wahrheit ein hochgefährliches Delikt mit erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen.
Die Polizistinnen und Polizisten führten alle erforderlichen Maßnahmen durch, da bei jedem Einsatz zunächst von einem Ernstfall ausgegangen wird. Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Polizei lief reibungslos, sodass zu keiner Zeit eine tatsächliche Gefahr für die Schüler oder weitere Beteiligte bestand.
Die Polizei ermittelt nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und Missbrauchs von Notrufen. Personen, die Hinweise zur Tat, tatverdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Harz in Halberstadt unter der Telefonnummer 03941/674-293 oder über das elektronische Polizeirevier zu melden.
Daneben ereigneten sich in der Region zwei weitere Vorfälle: In Halberstadt kollidierte am Donnerstagabend eine 9-Jährige mit ihrem Fahrrad mit einem stehenden Auto. Ein 55-Jähriger war mit seinem Kia im Hinterhof der Johann-Sebastian-Bach-Straße unterwegs, hielt an und wartete, als er das entgegenkommende Kind bemerkte. Das Mädchen übersah den Wagen und stürzte. Sie verletzte sich leicht, musste aber nicht medizinisch versorgt werden. Am Auto entstand ein Schaden von etwa 1.000 Euro, am Fahrrad von etwa 50 Euro.
Auf der Kreisstraße 1324 bei Mahndorf brannte am Freitagmorgen gegen 4 Uhr ein Auto vollständig aus. Ein 57-Jähriger war mit seinem Daimler von Mahndorf Richtung Schachdorf Ströbeck unterwegs, als er ein Rucken im Motorraum bemerkte. Bei der Überprüfung stellte er starke Rauchentwicklung unter der Motorhaube fest. Das Fahrzeug brannte aufgrund eines technischen Defektes vollständig aus. Verletzt wurde niemand.