Die Stadt wird die Sicherungsmaßnahmen an der Theodor-Heuss-Brücke durchführen. Der Rat beschließt eine Änderung des Finanzierungsbeschlusses. Die Gesamtkosten betragen nun etwa 45,3 Millionen Euro brutto. Das sind rund 8,4 Millionen Euro mehr als bisher geplant.
Hintergrund sind erhebliche Mängel, die bei einer Nachrechnung der Brücke festgestellt wurden. Um die geschätzte Restnutzungsdauer zu erreichen, sind Arbeiten notwendig. Sonst steigt das Risiko, dass die Brücke ausfällt, bevor ein neues Bauwerk fertig ist. Der Rat der Stadt Düsseldorf hat 2025 beschlossen, die Brücke durch einen Neubau zu ersetzen.
Die Verwaltung hat bereits Maßnahmen eingeleitet: Ein Monitoring erfasst den Zustand des Bauwerks. Am 1. Februar 2026 wurde das Bauwerk auf 3,5 Tonnen abgelastet, um die Belastung zu verringern.
Nun folgen weitere Arbeiten. Die sogenannten Kragarme – Stahlbetonrippenplatten, die Geh- und Radweg tragen – werden ausgetauscht und durch orthotrope Platten ersetzt. Dies betrifft etwa 476 Meter der Strombrücke über den Rhein. Außerdem werden die Geländer der Vorlandbrücken erhöht und ein Seil im Handlauf aufgenommen.
Die Kosten sind gestiegen, weil die eingegangenen Angebote etwa 30 Prozent höher lagen als geplant. Die Fachverwaltung führt dies auf die Komplexität der Maßnahme und erhöhte Energiepreise zurück. Nur zwei Angebote gingen ein – ein Zeichen für die Spezialisierung solcher Arbeiten.
Der Baubeginn verschiebt sich auf das vierte Quartal 2026. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2029 vorgesehen. Die Bauzeit beträgt etwa 2,5 Jahre. Sollte schlechtes Wetter eintreten, kann der Start verschoben werden, um kontinuierlich arbeiten zu können. Die Finanzierung erfolgt vollständig aus städtischen Mitteln.
Maike Hiller, Politikredaktion NRW