Thüringen rüstet sich für Großeinsatz: Tausende Polizisten zum AfD-Bundesparteitag in Erfurt

(Symbolbild)

Zum Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) am Wochenende des 4. und 5. Juli 2026 bereitet sich die Thüringer Polizei auf einen Großeinsatz beispiellosen Ausmaßes vor. Mehr als 30 angemeldete Versammlungen, Kundgebungen und Veranstaltungen werden zeitgleich in Erfurt stattfinden. Das Einsatzwochenende beginnt bereits am 3. Juli und wird mehrere tausend Polizeikräfte aus dem gesamten Bundesgebiet sowie der Bundespolizei binden.

Polizeipräsident Thomas Quittenbaum, der als Polizeiführer die Gesamtleitung übernimmt, hat die Aufgabe klar definiert: „Wir schützen alle Versammlungen, solange sie friedlich sind. Die Polizei wird jedoch konsequent einschreiten, wenn von diesen Gefahren oder Straftaten ausgehen bzw. andere durch den Protest an ihrer Grundrechtsausübung gehindert werden.“ Die Behörden erwarten mehrere zehntausend Versammlungsteilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet und benachbarten Ländern. Während die meisten Proteste friedlich ablaufen dürften, schließt die Polizei Störaktionen durch gewaltbereite Gruppen nicht aus.

Zentrale Aufgabe bleibt für die Behörden die Gewährleistung der Versammlungsfreiheit als Grundrecht – gleichzeitig muss die Durchführung des Parteitags sowie die öffentliche Sicherheit und Ordnung gesichert werden. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz aller Beteiligten: der Protestteilnehmenden, der Parteidelegierten und Gäste, der Erfurter Anwohnerinnen und Anwohner, Stadtbesucher und der eingesetzten Polizeikräfte.

Mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen muss die Bevölkerung rechnen. Am gesamten Einsatzwochenende und besonders am Samstag führen die angemeldeten Versammlungen zu geplanten Sperrungen. Die Polizei bemüht sich, Verkehrsbehinderungen minimal zu halten, rechnet aber dennoch mit längeren Fahrzeiten.

Im Rahmen der Einsatzmaßnahmen hat die Polizei vom 3. bis 5. Juli eine Drohnenflugverbotszone eingerichtet. Diese umfasst Teile der Stadt Erfurt und des unmittelbaren Umlandes in einem Radius von etwa fünf Kilometern um die Erfurter Messe. Dadurch sollen der polizeiliche und rettungsdienstliche Flugverkehr uneingeschränkt funktionieren und Gefährdungen durch unkontrollierten Drohnenverkehr verhindert werden. Das unbefugte Starten einer Drohne in diesem Bereich stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird mit Geldstrafen bis zu 50.000 Euro geahndet. Die Polizei wird durchsetzen, dass kein unkontrollierter Drohnenflugverkehr in der Verbotszone stattfindet.

Rund um die Uhr wird die Thüringer Polizei am Einsatzwochenende über ihre sozialen Kanäle (Instagram, Facebook, X und WhatsApp unter „Polizei TH Erfurt“) live über das Einsatzgeschehen berichten.

» Weitere Polizeimeldungen aus Thüringen