Zivilkräfte der Bremer Polizei haben am Donnerstagnachmittag zwei Männer im Alter von 33 und 38 Jahren in der Neustadt gestellt. Sie stehen im Verdacht, sich tags zuvor als Gärtner ausgegeben und bei einem Ehepaar Schmuck und Bargeld gestohlen zu haben.
Die Masche war perfide: Am Mittwochmorgen klingelten mehrere Männer bei einem 90-jährigen Ehepaar an der Haustür. Die Senioren hatten zuvor auf eine Zeitungsannonce geantwortet, weil sie Hilfe bei der Gartenarbeit suchten. Die vermeintlichen Gärtner begannen tatsächlich zu arbeiten – während sie die älteren Menschen gezielt ablenkten. Das ermöglichte es den Tätern, unerkannt in der Wohnung herumzulaufen. Sie entwendeten Schmuck und Bargeld.
Das Ehepaar reagierte richtig und verständigte die Polizei, zumal für den nächsten Tag die Übergabe des Arbeitslohns vereinbart war. Diese Ankündigung sollte sich für die Täter als fatal erweisen.
Am Donnerstag warteten Zivilbeamte vor Ort auf die Rückkehr der Betrüger. Sie stellten zunächst den 38-Jährigen. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Einsatzkräfte die gestohlenen Gegenstände – Schmuck und Bargeld – und trafen auch auf den 33-Jährigen. Beide wurden zur Wache gebracht. Die Ermittlungen zu weiteren beteiligten Tätern laufen noch.
Die Bremer Polizei verzeichnet derzeit eine Häufung von Betrugsfällen mit unterschiedlichen Methoden. Besonders häufig geben sich Betrüger als Polizeibeamte oder Wasserwerker aus, um in Häuser zu gelangen und an Wertgegenstände und Bargeld zu kommen.
Die Polizei gibt daher folgende Hinweise: Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei unangekündigten Besuchern. Lassen Sie nur Handwerker herein, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden. Holen Sie bei der geringsten Unsicherheit Nachbarn oder Vertrauenspersonen hinzu. Bei Geldforderungen überprüfen Sie nochmals, ob es sich wirklich um die behauptete Person handelt. Im Zweifelsfall: Polizei unter 110 anrufen. Weitere Tipps erhalten Sie beim Präventionszentrum der Polizei Bremen unter 0421 362-19003, auf www.Polizei.Bremen.de oder www.polizei-beratung.de.