Trickbetrüger nach „Stranded Traveller Scam“ am Karlsruher Hauptbahnhof in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Drei rumänische Staatsangehörige im Alter von 19, 24 und 29 Jahren sitzen in Untersuchungshaft, nachdem sie eine 18-Jährige am Karlsruher Hauptbahnhof mit der Betrugsmasche „Stranded Traveller Scam“ um einen dreistelligen Geldbetrag gebracht haben sollen. Das Amtsgericht Karlsruhe erließ am Montag und Dienstag vergangener Woche auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen die drei Beschuldigten wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs.

Die Tat ereignete sich am Sonntagmittag, 19. April, im Karlsruher Hauptbahnhof. Der 19-jährige Haupttäter sprach die Geschädigte in englischer Sprache an und bat sie um Bargeld für ein vermeintliches Reiseticket. Mit seinem Smartphone täuschte er eine Echtzeitüberweisung an die junge Frau vor, die dem Mann daraufhin einen dreistelligen Geldbetrag aushändigte.

Die Bundespolizei konnte den 19-jährigen Rumänen durch Auswertung von Videoaufnahmen noch im Bahnhof festnehmen. Nach bisherigem Ermittlungsstand handelte er gemeinschaftlich mit zwei weiteren Tatverdächtigen. Der zweite Beschuldigte, ein 29-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, wurde ebenfalls noch im Hauptbahnhof wiedererkannt und vorläufig festgenommen. Der dritte Tatverdächtige entkam zunächst.

Am darauffolgenden Montag, während der Haftvorführung der beiden bereits festgenommenen Beschuldigten, erkannten anwesende Bundespolizisten den dritten flüchtigen Verdächtigen vor dem Amtsgericht Karlsruhe wieder. Nach kurzer Verfolgung gelang es den Beamten, auch diesen Beschuldigten festzunehmen.

Beim „Stranded-Traveller-Scam“ täuschen Betrüger eine hilflose Situation vor und bitten andere Reisende um Bargeld, meist in englischer Sprache. Die Täter geben vor, das benötigte Bargeld sofort und in Echtzeit zurücküberweisen zu können. Die versprochene Rücküberweisung erfolgt jedoch nie. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe bitten weitere mögliche Geschädigte, sich zu melden.

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