Trickdiebe mit falschen Goldketten in drei Städten aktiv – Schwerer Verkehrsunfall bei Straßberg

(Symbolbild)

Trickdiebe haben am Donnerstag drei Menschen im Raum Reutlingen und Tübingen um ihre wertvollen Goldketten gebracht. Mit der gleichen Masche erbeuteten die Kriminellen hochwertigen Schmuck von einer 73-Jährigen in Reutlingen, einer 72-Jährigen in Tübingen und einem 55-Jährigen in Kirchheim/Teck.

In Reutlingen war die 73-Jährige gegen 17 Uhr zu Fuß auf der Gartenstraße unterwegs, als ein dunkler Wagen neben ihr anhielt. Die Beifahrerin sprach sie an und wollte ihr drei goldfarbene Ringe schenken. Als die Seniorin näher kam und sich in das Auto beugte, gab ihr die Unbekannte die Ringe und legte ihr zusätzlich eine goldfarbene Kette um den Hals. Erst später bemerkte die Frau, dass der geschenkte Schmuck wertlose Fälschungen waren und ihre mehrkarätige Goldkette verschwunden war. In dem dunklen, blauen oder schwarzen Auto saßen drei Personen: die etwa 40-jährige Diebin mit heller Haut und braunen Haaren, ein gleichaltriger Fahrer und eine etwa 14-jährige Jugendliche im Fond.

Bereits eine Stunde zuvor, gegen 16 Uhr, war eine 72-Jährige in Tübingen auf der Katharinenstraße Opfer eines ähnlichen Tricks geworden. Ein dunkler oder schwarzer Wagen hielt neben ihr an, die Beifahrerin stieg aus und bot eine goldfarbene Kette an. Als die 72-Jährige ablehnte, weil sie selbst eine Goldkette trug, kam die Unbekannte näher und legte ihr die Kette als Geschenk um den Hals. Auch hier stellte sich der geschenkte Schmuck als völlig wertlos heraus, während die hochwertige Goldkette der Frau fehlte. Neben dem Fahrer soll auch hier ein Kind auf dem Rücksitz gesessen haben.

Den dritten Fall meldete ein 55-jähriger Mann aus Kirchheim/Teck. Er war gegen 17 Uhr zu Fuß in der Paradiesstraße unterwegs, als ein Wagen neben ihm anhielt und die Beifahrerin nach dem Weg zum Krankenhaus fragte. Nach seiner Wegbeschreibung bedankte sich die Frau überschwänglich und bat ihn zum Auto, um ihm als Dank eine Goldkette zu schenken. Der Mann ließ sich die goldfarbene Kette umhängen, woraufhin der Wagen Richtung Postplatz/Teckcenter wegfuhr. Zuhause bemerkte er, dass seine hochwertige Goldkette gestohlen und durch eine wertlose Kette ersetzt worden war. Das Auto wird als brauner, vermutlich goldfarbener Kombi beschrieben, möglicherweise ein Audi oder VW. Die Diebin war 30 bis 40 Jahre alt, etwa 170 Zentimeter groß, mollig, hatte schwarze halblange Haare und einen dunklen Teint. Sie trug ein Kleid. Der Fahrer war etwa gleich alt, hatte ebenfalls einen dunklen Teint, trug ein weißes T-Shirt und hatte einen deutlich sichtbaren Bauch.

Die Polizeireviere Reutlingen, Tübingen und Kirchheim haben Ermittlungen aufgenommen. Sie prüfen, ob es sich in allen drei Fällen um dieselben Täter handelt.

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Straßberg wurde am Donnerstagabend ein 23-jähriger Pedelec-Fahrer schwer verletzt. Der junge Mann fuhr gegen 22.30 Uhr mit seinem Mountainbike auf einem Wirtschaftsweg parallel zur B463 Richtung Winterlingen. An der Einmündung zur Sigmaringer Straße missachtete er die Vorfahrt eines von rechts kommenden Citroen und stieß mit diesem zusammen. Der 23-Jährige wurde schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden. Der 58-jährige Citroen-Fahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro. Die Feuerwehr war zur Unterstützung vor Ort.

In Wendlingen geriet am Donnerstagabend gegen 21.50 Uhr ein Lastwagen in der Wertstraße aufgrund eines technischen Defekts in Brand. Das Feuer breitete sich im Bereich des Aufliegers aus, was der 26-jährige Fahrer rechtzeitig bemerkte und das Gespann voneinander trennen konnte. Die Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen und 14 Kräften an, löschte den Brand und verhinderte Schlimmeres. Es entstand ein Sachschaden von mehreren hundert Euro. Verletzt wurde niemand.

In Rottenburg-Ergenzingen brach ein Unbekannter zwischen Mittwoch 16 Uhr und Donnerstag 19.40 Uhr in einen Kindergarten ein. Der Täter stieg über ein Fenster ein und brach weitere Türen sowie verschlossene Schubladen auf. Er erbeutete einen kleineren Bargeldbetrag und entkam unerkannt. Der Sachschaden wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt.

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