Tunesischer Asylbewerber versucht illegale Einreise mit Zug – Abschiebehaft

Symbolfoto-Freigabe unter der Quelle "Bundespolizei" für redaktionelle Zwecke

Ein 21-jähriger tunesischer Staatsangehöriger ist am Sonntagabend bei der Kontrolle eines EuroCity im Bahnhof Lindau festgenommen worden. Der Mann versuchte, aus der Schweiz kommend, unerlaubt nach Deutschland einzureisen – ohne Reisepass oder gültigen Aufenthaltstitel.

Die Bundespolizisten führten eine Überprüfung durch und stießen auf mehrere Fahndungsnotierungen gegen den 21-Jährigen. Der Mann wurde wegen fünf Aufenthaltsermittlungen zu einer gefährlichen Körperverletzung gesucht. Auch wegen Diebstahl und eines Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz lag eine Fahndung vor. Zusätzlich bestand ein Haftbefehl wegen unerlaubten Aufenthalts in Deutschland.

Die Ermittlungen zeigten: Der Asylantrag des Mannes war bereits im Dezember 2022 rechtskräftig abgelehnt worden. Dadurch war er vollziehbar ausreisepflichtig. Eine Abschiebung in sein Heimatland Tunesien war bislang gescheitert, weil sein Wohnort beziehungsweise Aufenthaltsort unbekannt war.

Die Bundespolizisten zeigten den Tunesier wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Ein Richter am Amtsgericht Kempten erließ daraufhin einen Haftbefehl. Der 21-Jährige wurde in die Abschiebehafteinrichtung Hof gebracht. Von dort aus soll die Abschiebung in sein Heimatland vollzogen werden.

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