Ungewöhnliche Einsätze in Celle: Von Nacktsonner bis Taxiüberfall

(Symbolbild)

Das Wochenende vom 26. bis 28. Juni beschäftigte die Polizeiinspektion Celle mit einer bunten Palette ungewöhnlicher und krimineller Vorfälle – von absurden Ruhestörungen bis zu Körperverletzungen und fahrlässigen Brandstiftungen.

Am Freitagnachmittag erhielt die Celler Polizei eine merkwürdige Meldung: Eine männliche Person solle nackt im Französischen Garten liegen und sich sonnen. Vor Ort stellten die Beamten eine 43-jährige Cellerin fest, die in Bauchlage auf dem Rasen lag und kopulierende Bewegungen mit dem Boden ausführte. Die amtsbekannte Frau erhielt einen Platzverweis, zog sich an und entfernte sich. Wenig später verursachte sie einen zweiten Einsatz, als sie einen Töpferkurs in der Schuhstraße störte und auch hier des Platzes verwiesen wurde.

In der gleichen Nacht geriet ein 38-jähriger Taxifahrer auf der Caroline-Mathilde-Straße in einen gewalttätigen Konflikt. Ein 40-jähriger Celler hatte seinen Wagen mitten auf der Fahrbahn geparkt und blockierte damit die Straße. Als der Taxifahrer zweimal die Lichthupe betätigte, stieg der Mann aus, griff den Fahrer unvermittelt an und zerriss ihm das T-Shirt. Der Taxifahrer erlitt leichte Verletzungen. Zusätzlich trat der Angreifer noch gegen das Taxi und beschädigte es. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Am Freitagnachmittag kam es in der Celler Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen einer 47-jährigen Frau und drei Mädchen. Die Frau schlug zunächst im Bereich Thaerplatz gegen eine Scheibe eines Linienbusses, ehe sie eines der Mädchen verbal wegen dessen Kleidung angriff. Die beiden anderen Mädchen stellten sich schützend dazu – woraufhin die Frau einem von ihnen einen Tritt gegen das Schienbein und einen Schlag gegen den Hals versetzte. Später beleidigte und bedrohte die 47-Jährige die Mädchen mehrfach. Sie erhielt einen vorübergehenden Platzverweis für den Innenstadtbereich.

Die Samstagnacht nutzen viele Menschen im Stadt- und Landkreis Celle das schöne Wetter für Aktivitäten und Feiern im Freien. Die Polizei rückte zu etlichen Ruhestörungen aus, die Verursacher zeigten sich aber einsichtig und die Ruhe konnte schnell wiederhergestellt werden.

Deutlich problematischer war ein Einsatz am Samstagmittag in der Fritzenwiese: Mitarbeiter einer Garten- und Landschaftsbaufirma setzten zur Unkrautbekämpfung drei Abflammgeräte ein – trotz bundesweiter Temperaturhöchstwerte. Dadurch geriet eine Hecke in Brand. Die Feuerwehr führte die Löscharbeiten durch, die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung ein.

Am Samstagmittag ereignete sich zudem ein kleinerer Flächenbrand im Bereich Scheuen. Eine Grünfläche im Umfang von etwa 50 bis 100 Quadratmetern stand in Flammen und wurde von der Feuerwehr gelöscht. Hinweise auf vorsätzliches Fremdverschulden liegen derzeit nicht vor.

Im Laufe des Samstags kontrollierten Beamte der Celler Polizei zwei E-Scooter-Fahrer, deren Fahrzeuge nicht ordnungsgemäß versichert waren. In einem Fall befand sich ein abgelaufenes Versicherungskennzeichen am Gerät, im anderen Fall fehlte es vollständig. Den Fahrzeugführern war die Notwendigkeit einer gültigen Versicherung nicht bekannt gewesen. Gegen beide wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

» Weitere Polizeimeldungen aus Niedersachsen