In Holzkirchen hat die Kriminalpolizei am Mittwoch mehrere Wohnungen von Schülern durchsucht. Der Grund: Ermittlungen gegen Jugendliche, die des Verdachts rechtsextremer Straftaten bezichtigt werden. Die Ermittler sicherten elektronische Geräte, Mobiltelefone und Speichermedien als Beweismittel.
Den Anfang machte eine fremdenfeindliche Beleidigung Anfang Juli. Ein Schüler war an einer weiterführenden Schule in Holzkirchen von Mitschülern aufgrund seiner Hautfarbe beleidigt worden. Am 2. Juli 2026 meldeten die Eltern des Jugendlichen den Vorfall über eine Polizeidienstelle in München. Die Polizeiinspektion Holzkirchen leitete daraufhin Ermittlungen ein.
Bei der Untersuchung zeigten sich schnell weitere Hinweise auf politisch motivierte Straftaten im rechten Spektrum. Mehrere Schüler gerieten unter Verdacht. Daraufhin übernahm das Fachkommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die Ermittlungen unter Leitung der Staatsanwaltschaft München II.
Das Amtsgericht München genehmigte auf Antrag der Staatsanwaltschaft mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. Diese wurden am Mittwoch, 22. Juli 2026, vollzogen. Polizistinnen und Polizisten der Präsidien München und Oberbayern Süd durchsuchten Wohnungen in den Landkreisen München und Miesbach. Ein Diensthundeführer mit Diensthund aus dem Polizeipräsidium Schwaben Nord unterstützte die Einsätze.
Insgesamt waren sieben Tatverdächtigte im Alter zwischen 15 und 17 Jahren betroffen. Bei ihnen sicherten die Ermittler umfangreiche Beweismittel, darunter elektronische Geräte, Mobiltelefone und Speichermedien. Diese müssen nun von IT-Forensikern aufwendig ausgelesen und ausgewertet werden.
Die Kriminalpolizei Rosenheim ermittelt weiterhin besonders wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie weiterer Verstöße.
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