Verfolgungsfahrt nach Autokauf: Dieb kollidiert mit Verfolger – mehrere Strafverfahren

(Symbolbild)

In einer ungewöhnlichen Auseinandersetzung um einen gebrauchten Pkw ist es in Embsen zu einer Verfolgungsfahrt und Kollision gekommen. Ein Pärchen (38 und 50 Jahre alt) aus dem Landkreis Lüneburg hatte seinen Skoda Fabia an eine 31-Jährige verkauft – mit der Vereinbarung, dass die Käuferin die Kaufsumme in Raten zahlen sollte. Weil Zahlungen ausblieben, holten sich die früheren Besitzer das Auto selbst zurück.

Am 1. Juli gegen 23:00 Uhr fuhr die 50-Jährige mit dem Zweitschlüssel in den Skoda und startete ihn. Das Auto war längst nicht mehr ihr Eigentum. Als die neuen Eigentümer das bemerkten, setzte ein 23-jähriger Familienmitglied mit einem nicht zugelassenen BMW die Verfolgung in Gang. Der junge Mann raste mit hoher Geschwindigkeit hinter dem Skoda her, fuhr in falscher Richtung durch einen Kreisverkehr und blockierte schließlich die Fahrbahn in der Bahnhofstraße. Die 50-Jährige konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte mit dem BMW. Der Sachschaden betrug gut 11.000 Euro.

Während des Vorfalls bedrohte der 23-Jährige die 50-Jährige. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Die Polizei leitete gegen alle Beteiligten Strafverfahren ein: Die 50-Jährige und ihr Begleiter (38 Jahre) erwartet eine Anklage wegen Kfz-Diebstahl. Der 23-Jährige muss sich wegen Teilnahme an einem Straßenrennen, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoße gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Bedrohung verantworten.

Weitere Vorfälle in der Region Lüneburg

In Radbruch fanden Beamte in der Nacht zum 2. Juli einen 53-Jährigen schlafend in einem VW EOS. Anwohner hatten die Polizei gegen 00:10 Uhr alarmiert. Der alkoholisierte Mann hatte zuvor die Scheibe der Fahrertür mit einem Stein zerschlagen und gab an, das Auto kaufen zu wollen. In der Nähe sicherstellten die Beamten ein in Lüneburg gestohlenes Pedelec, mit dem der Lüneburger vermutlich nach Radbruch gefahren war. Die Ermittlungen dauern an.

Unbekannte setzten in der Nacht zum 1. Juli ein Kleinkraftrad auf dem Michaelisfriedhof in der Lauensteinstraße in Brand. Das Zweirad brannte komplett aus; auch Vegetation, Bäume und eine Grabstätte wurden beschädigt. Die Polizei sucht Zeugen unter Tel. 04131-607-2215.

Ein Fahrer eines VW Passat mit Lüneburg-Kennzeichen verlor am 1. Juli gegen 18:15 Uhr auf der A39 zwischen den Anschlussstellen Adendorf und Ebensberg ein Metallgestell mit Matratze. Ein nachfolgender VW wurde leicht beschädigt. Der Verursacher fuhr weiter. Die Polizei ermittelt wegen Verkehrsunfallflucht (Tel. 04131-607-2215).

In der Lüneburger Straße kollidierten am 1. Juli gegen 19:00 Uhr ein VW ID.7 und ein Land Rover. Der 49-jährige VW-Fahrer wollte nach links in die Straße Osterwiese abbiegen, als ein 18-jähriger Land-Rover-Fahrer zwei Autos dahinter zum Überholmanöver ansetzte und mit hoher Geschwindigkeit auf den VW prallte. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Der Sachschaden betrug über 80.000 Euro. Die Insassen des VW erlitten nur leichte Verletzungen. Die Lüneburger Straße musste komplett gesperrt werden.

Vorfälle im Landkreis Lüchow-Dannenberg

In Lüchow stahlen Unbekannte einer 64-Jährigen am 1. Juli gegen 12:30 Uhr in einem Textilwarengeschäft in der Drawehner Straße die Geldbörse aus ihrer Handtasche. Schaden: gut 130 Euro. Die Polizei warnt: Wertsachen sollten in geschlossenen Innentaschen am Körper getragen werden (Tel. 05841-122-0).

Ebenfalls am 1. Juli stoppte die Polizei eine 62-jährige Hyundai-Fahrerin gegen 16:00 Uhr in der Tarmitzer Straße in Lüchow. Ein Urintest zeigte THC-Konsum an.

Vorfälle im Landkreis Uelzen

Ein Unbekannter gab sich am 1. Juli gegen 13:15 Uhr als Handwerker aus und erschlich sich unter dem Vorwand eines Wasserschadens Zutritt zur Wohnung einer Seniorin in einem Mehrfamilienhaus in der Kuhlwiese in Uelzen. Während die ältere Frau zum aufgedrehten Wasserhahn schaute, griff der Täter Schmuck und Bargeld mit sich und verschwand. Schaden: mehrere tausend Euro. Die Polizei beschreibt den Täter: circa 35 Jahre alt, etwa 170 Zentimeter groß, schlank, dunkle kurze Haare, sprach fließend Deutsch. Bekleidung: blaues T-Shirt oder Hemd, dunkelblaue oder schwarze Jeans. Die Polizei warnt vor falschen Handwerkern als Einschleichdiebe und empfiehlt, fremde Personen nicht ohne Weiteres hereinzulassen und Nachbarn oder Verwandte zu fragen (Tel. 0581-930-0).

In Wrestedt verunfallte am 1. Juli gegen 17:15 Uhr ein 28-jähriger Mercedes-Fahrer aus Wittingen (Landkreis Gifhorn) auf der Landesstraße 270, nachdem er wegen Alkoholbeeinflussung von der Straße abgekommen war. Er blieb unverletzt; Sachschaden: gut 7.000 Euro. Bei der Verkehrsunfallaufnahme stellten Beamte einen Alkoholwert von über 2,2 Promille fest. Es besteht auch Verdacht auf Drogenkonsum. Die Polizei hat Strafverfahren eingeleitet.

» Weitere Polizeimeldungen aus Niedersachsen