Verkehrsunfälle und Drogenverstöße im Bodenseekreis: Polizei sucht Zeugen

(Symbolbild)

Im Bodenseekreis beschäftigten mehrere Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht sowie wiederholte Verstöße unter Drogeneinfluss die Polizei am vergangenen Wochenende. Bei einem gefährlichen Überholmanöver auf der B31 entstand ein Schaden von 10.000 Euro.

Der schwerste Vorfall ereignete sich am Sonntag gegen 11.30 Uhr auf der B31 auf Höhe des Klärwerks bei Friedrichshafen. Ein unbekannter Autofahrer kam beim Überholen einem 33-jährigen Audi-Fahrer frontal entgegen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der 33-Jährige nach rechts aus, kam von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Leitplanke. Der Verursacher flüchtete, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Das Polizeirevier Friedrichshafen sucht Zeugen unter der Telefonnummer 07541 701-0.

In Friedrichshafen fiel ein 32-jähriger E-Scooter-Fahrer gleich zweimal innerhalb von zwei Stunden auf. Samstagabend hielt die Polizei ihn in der Friedrichstraße an und stellte Drogeneinfluss fest. Nach einer Blutentnahme im Krankenhaus untersagten die Beamten die Weiterfahrt. Zwei Stunden später erwischten sie ihn erneut auf einem E-Scooter. Bei der zweiten Blutentnahme wehrte sich der Mann und verletzte einen Polizisten leicht.

Bei einem weiteren Unfall auf der B31 bei Birnau entstand ein Schaden von 8.500 Euro. Ein unbekannter Autofahrer bog gegen 12 Uhr verbotswidrig über den Linksabbiegestreifen der Gegenrichtung auf die Bundesstraße ein und missachtete die Wartepflicht. Dies führte zu einer Kettenreaktion: Ein herannahender Autofahrer bremste stark ab, ein nachfolgender 40-jähriger Renault-Fahrer leitete eine Vollbremsung ein, und eine 73-jährige Seat-Fahrerin erkannte die Situation zu spät und fuhr auf. Sowohl der Verursacher als auch der erste bremsende Autofahrer flüchteten. Das Polizeirevier Überlingen bittet unter 07551/804-0 um Hinweise.

In Langenargen verursachte ein 32-jähriger Autofahrer mit knapp 3 Promille beim Rückwärtsausparken einen Unfall. Er touchierte mit seinem Renault einen parkenden Wagen, wodurch 5.000 Euro Schaden entstanden. Die Polizei stellte seinen Führerschein sicher und ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Eine spektakuläre Flucht endete in Salem im Acker. Ein 47-jähriger Autofahrer flüchtete vor einer Polizeikontrolle, schaltete die Lichter aus und fuhr in ein Wohngebiet. Auf einem Radweg prallte er gegen eine Regenrinne, wodurch sein Wagen so stark beschädigt wurde, dass er nach 200 Metern liegen blieb. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann keinen Führerschein besaß und die Kennzeichen gestohlen waren. Ein Alkoholtest ergab 0,3 Promille, zudem bestand Verdacht auf Medikamenteneinfluss. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Kennzeichendiebstahls.

In Friedrichshafen brannte am frühen Sonntagmorgen eine Gartenhütte im Kitzenwiesenweg vollständig ab. Die beiden Eigentümer und zwei Kinder, die in der Hütte übernachtet hatten, bemerkten das Feuer rechtzeitig und konnten unverletzt ins Freie gelangen. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen auf umliegende Gebäude. Der Totalschaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer bei Müllablagerungen neben der Hütte aus. Hinweise auf eine Straftat liegen nicht vor.

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