Bei einer Verpuffung auf einem Segelboot im Stralsunder Sportboothafen sind am Sonntag zwei Menschen verletzt worden. Ein 42-jähriger Mann erlitt schwere Verbrennungen zweiten Grades, eine 33-jährige Frau wurde leicht verletzt.
Die Wasserschutzpolizeiinspektion Stralsund wurde gegen 14:30 Uhr von der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg alarmiert. Nach ersten Ermittlungen hatten die beiden Bootsbesitzer ihr zehn Meter langes Segelboot am Vormittag mit einer brennbaren Flüssigkeit gereinigt. Als sie das Boot danach starteten, kam es trotz vorheriger Lüftung plötzlich zu einer Durchzündung.
Die Berufsfeuerwehr Stralsund, der Rettungsdienst sowie Polizisten des Polizeihauptreviers Stralsund eilten zum Unfallort. Die beiden Verletzten wurden vor Ort versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr sicherte das beschädigte Boot ab.
An dem Sportboot entstand ein Sachschaden von etwa 10.000 Euro. Ein benachbartes Boot wurde durch die Verpuffung leicht beschädigt. Betriebsstoffe traten nicht aus. Die Wasserschutzpolizeiinspektion Stralsund übernahm gemeinsam mit dem Kriminaldauerdienst die weiteren Ermittlungen und nahm eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung auf. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung wurde über den Vorfall informiert.