Nach einem Messerangriff in Holzminden am 19. Oktober ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei wegen versuchten Totschlags. Ein 28-jähriger Mann aus dem Landkreis Holzminden soll mehrfach auf sein Opfer eingestochen haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten die Beteiligten zunächst in einen verbalen Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll ein 26-Jähriger aus Holzminden den späteren Tatverdächtigen mit einem Messer verletzt haben. Daraufhin näherte sich der 28-Jährige dem Angreifer und stach mehrfach zu. Das Opfer, ein 30-Jähriger, erlitt mindestens vier Messerstiche.
Der 28-Jährige flüchtete fußläufig vom Tatort. Die Polizei nahm ihn im Rahmen einer Fahndung in Stadtoldendorf fest. Er wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter zur Anordnung der Untersuchungshaft vorgeführt.
Der 26-Jährige, der das Messer gezogen hatte, wurde am Tatort angetroffen und vorläufig festgenommen. Er hatte eine Schnittwunde am Hinterkopf. Nach einer Behandlung im Krankenhaus und Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen.
Das 30-jährige Opfer wird noch im Krankenhaus behandelt. Während der Spurensicherung war der Tatort zwischen Südstraße und Steinstraße zeitweise gesperrt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.
Gefährliche und schwere Körperverletzungen im Landkreis Holzminden: der Vergleich mit Land und Bund
Die Kriminalstatistik fasst gefährliche und schwere Körperverletzungen zu einer Gruppe zusammen. Im Landkreis Holzminden zählte die Polizei 2025 98 gefährliche und schwere Körperverletzungen, das sind 149 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unser Kreis besser als im Landesschnitt, wo 178 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 185.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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