Der Verkehrsdienst Mühlhausen hat am Donnerstagvormittag gegen 10 Uhr einen 3,5-Tonnen-Lkw vom Typ VW Crafter auf der Landesstraße 1213 bei Gruibingen gestoppt. Bei der routinemäßigen Kontrolle stellten die Spezialisten sofort fest, dass die Hauptuntersuchung des Fahrzeugs bereits mehrere Monate überschritten war. Hinzu kam, dass die Motorkontrollleuchte eine Fehlfunktion anzeigte.
Wegen dieser Auffälligkeiten ordnete die zuständige Bußgeldstelle an, das Fahrzeug von einem Sachverständigen überprüfen zu lassen. Der Prüfer schickte den Van daraufhin nach Eislingen in eine Prüfwerkstatt, wo eine gründliche Untersuchung inklusive einer Begutachtung von unten erfolgte. Das Ergebnis war verheerend: Der Sachverständige dokumentierte insgesamt 13 erhebliche Mängel.
Die Palette der Defekte war breit gefächert. Die Feststellbremse funktionierte nicht ausreichend, die Beleuchtungseinrichtung wies Mängel auf. Besonders kritisch war der Zustand der Bremsleitung: Sie war so stark verrostet, dass sie in absehbarer Zeit ausfallen würde und damit das Fahrzeug bremstechnisch unbrauchbar machen könnte.
Aufgrund dieser schwerwiegenden Mängel untersagte die Polizei die Weiterfahrt. Die Kennzeichen und die Zulassungsbescheinigung wurden einbehalten. Der 26-jährige Fahrer aus dem Raum Tübingen darf sein Fahrzeug erst wieder bewegen, wenn eine zugelassene Fachwerkstatt alle Mängel repariert und dies nachgewiesen hat.
Der junge Mann muss nun mit erheblichen Konsequenzen rechnen: Ein Bußgeldverfahren wurde eingeleitet, und zusätzlich muss er die Gebühren für den Sachverständigen selbst tragen.
Die Polizei nutzt den Fall als Anlass für eine Mahnung an alle Fahrzeughalter: Ein technisch einwandfreies Fahrzeug sei die Grundvoraussetzung für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Mängel sollten nicht auf die nächste Hauptuntersuchung warten, sondern sofort behoben werden. Regelmäßige Überprüfungen durch Fachpersonal in Werkstätten seien notwendig und könnten Leben retten.