Waiblingen: 33-Jähriger ohne Führerschein fährt unter Drogen und Alkohol – Waffen und Betäubungsmittel gefunden

Das Polizeirevier Waiblingen hat am Donnerstag in der Schmidener Straße eine großangelegte Verkehrskontrolle durchgeführt. Zwischen 14:00 Uhr und 22:00 Uhr überprüften Beamte insgesamt 276 Fahrzeuge und deckten dabei erhebliche Verstöße auf.

Bei der Kontrollaktion wurden 79 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Dazu zählten vier Fahrten unter Betäubungsmitteleinfluss sowie mehrere Handy- und Gurtverstöße. Besonders gravierend: Zwei Autofahrer waren ohne gültigen Führerschein unterwegs.

Ein 33-jähriger Fahrer erregte dabei besondere Aufmerksamkeit. Die Beamten stellten fest, dass der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Darüber hinaus gab es Verdacht auf Alkohol- und Drogeneinfluss – ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Im weiteren Ermittlungsverlauf entstand der Verdacht, dass der Mann mit Betäubungsmitteln handelt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ordnete eine Wohnungsdurchsuchung an. Bei dieser Aktion fanden die Ermittler Betäubungsmittel sowie verbotene Waffen. Der 33-Jährige muss sich nun mehreren Strafanzeigen stellen.

Parallel dazu meldeten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Aalen einen spektakulären Betrugfall. Ein 70-Jähriger aus Kaisersbach fiel Ende März auf eine Betrugsmasche im Internet herein. Über die sozialen Medien wurde ihm eine vermeintlich lukrative Investmentmöglichkeit angeboten. Der Senior investierte zunächst einen niedrigen dreistelligen Betrag, wonach ihm hohe Renditen suggeriert wurden. Daraufhin überwies er eine fünfstellige Summe.

Als der Mann sein Geld zurückhaben wollte, wurde das angeblich nicht möglich. Stattdessen erhielt er immer neue Geldforderungen. Der Senior wurde misstrauisch und suchte Hilfe. Über die sozialen Medien wurde ihm eine vermeintliche Rechtsanwältin empfohlen, die sein Geld zurückholen könne. Sie forderte ihn auf, zunächst Gerichts- und Notarkosten zu bezahlen. Der Mann überwies einen hohen Betrag.

Danach folgten weitere Kostenforderungen für angebliche Steuerzahlungen. Der 70-Jährige übergab einem vermeintlichen Mitarbeiter eines Geldtransportdienstes einen mittleren fünfstelligen Bargeldbetrag. Als die Betrüger weitere Zahlungen forderten, schöpfte der Senior endlich Verdacht und wendete sich an einen echten Rechtsanwalt aus dem Rems-Murr-Kreis. Dieser erstattete sofort Anzeige bei der Polizei.

Gemeinsam mit den Ermittlern vereinbarte der Geschädigte eine weitere Bargeldübergabe – diesmal als Falle. Am Donnerstag, 25. Juni 2026, konnte ein 19-jähriger Geldabholer festgenommen werden, als er eine fünfstellige Summe entgegennahm. Der ukrainische Tatverdächtige wurde am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Der Haftbefehl wurde vollzogen, der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

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