Die Wasserschutzpolizei Hamburg hat am vergangenen Samstag einen Thementag zur Verkehrskontrolle auf den städtischen Gewässern durchgeführt. Von 12:00 bis 22:00 Uhr kontrollierten 41 Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei und der Schutzpolizei unter Leitung des Wasserschutzpolizeikommissariats 2 Boote und Fahrzeuge im Hamburger Hafen sowie auf der Unterelbe, Alster, Dove-Elbe und Bille.
Die Beamten überprüften insgesamt 76 Wasserfahrzeuge, sechs Pkw und 82 Personen auf die Einhaltung schifffahrts- und gefahrgutrechtlicher Vorschriften. Ein 34-jähriger Mann fiel auf der Alster besonders auf: Polizeikräfte stoppten sein Kanu, das mit sechs Männern besetzt war, die augenscheinlich Alkohol konsumierten. Der Atemalkoholtest ergab bei dem 34-Jährigen einen Wert von 1,37 Promille. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr eingeleitet. Bei drei weiteren Insassen ergaben die Tests Werte unter 0,5 Promille.
Bei einer Hafenfähre an den Landungsbrücken stellten die Beamten fest, dass 278 Fahrgäste an Bord waren, obwohl die Erlaubnis zur entgeltlichen Personenbeförderung auf maximal 250 Fahrgäste beschränkt ist. Gegen den verantwortlichen Schiffsführer leiteten die Einsatzkräfte ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.
Insgesamt leiteten die Kontrollen folgende Verfahren ein: eine Straftat wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss, eine Überschreitung der zugelassenen Fahrgastzahl, zwei Fälle von fehlender Beleuchtung, zwei fehlende Sprechfunkzeugnisse, eine fehlende Erlaubnis zur entgeltlichen Personenbeförderung sowie vier weitere Ordnungswidrigkeiten im Bereich Schifffahrt. Bei den Pkw-Kontrollen stellten die Polizisten die falsche Verwendung eines Kurzzeitkennzeichens, eine abgelaufene Hauptuntersuchung eines VW Golf und vier weitere Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr fest.
Die Wasserschutzpolizei informierte die Bootsführenden und Verantwortlichen in zahlreichen Gesprächen über geltende Sicherheitsvorschriften. Die Behörde zieht eine positive Bilanz des Thementages und kündigte an, auch zukünftig regelmäßig Kontrollen durchzuführen, um die Sicherheit auf Hamburgs Gewässern zu erhöhen.
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