Weltlupustag 2026: Aufklärung über eine oft unterschätzte Autoimmunerkrankung

(Symbolbild)

Heute, am 10. Mai, begehen Mediziner, Patientenorganisationen und Betroffene weltweit den Weltlupustag (World Lupus Day). Der internationale Aktionstag wurde 2004 von Lupus-Organisationen aus 13 Ländern ins Leben gerufen und wird seit 2009 auch von der World Lupus Federation koordiniert, um über die komplexe Autoimmunerkrankung aufzuklären.

Lupus erythematodes ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Die Krankheit kann verschiedene Organe betreffen – von Haut und Gelenken bis hin zu Nieren, Herz und Gehirn. Der Weltlupustag entstand aus der Notwendigkeit heraus, das Bewusstsein für diese oft missverstandene Krankheit zu schärfen, da sie aufgrund ihrer vielfältigen Symptome häufig spät oder falsch diagnostiziert wird.

Schätzungen zufolge leiden weltweit etwa fünf Millionen Menschen an verschiedenen Formen des Lupus. Besonders betroffen sind Frauen im gebärfähigen Alter – sie erkranken neunmal häufiger als Männer. In Deutschland leben etwa 40.000 bis 50.000 Menschen mit systemischem Lupus erythematodes. Die Erkrankung verläuft in Schüben und kann von milden Hautveränderungen bis hin zu lebensbedrohlichen Organschäden reichen. Trotz medizinischer Fortschritte ist Lupus noch immer nicht heilbar.

Rund um den Weltlupustag organisieren Patientenorganisationen Informationsveranstaltungen, medizinische Fachgesellschaften bieten Fortbildungen an, und in sozialen Medien wird unter dem Hashtag #WorldLupusDay über die Krankheit aufgeklärt. Charakteristisch für viele Kampagnen ist die Farbe Lila, die als Symbol für den Kampf gegen Lupus steht. Betroffene teilen ihre Geschichten, um anderen Mut zu machen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.

Weitere Gedenktage am 10. Mai sind der Tag gegen den Schlaganfall in Deutschland, der seit 1999 von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ausgerufen wird, sowie der kuriose Tag der Eisbären-Fans (Polar Bear Plunge Day) in den USA.