Heute, am 8. Mai, wird weltweit der Weltrotkreuztag begangen – ein internationaler Gedenktag, der seit 1948 die Aufmerksamkeit auf die humanitäre Arbeit des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds lenkt. Der Tag wurde von der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ins Leben gerufen und fällt auf den Geburtstag von Henry Dunant, dem Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).
Henry Dunant initiierte nach der Schlacht von Solferino 1859 die internationale Rotkreuzbewegung, nachdem er das Leid der Verwundeten miterlebt hatte. Seine Vision einer neutralen Organisation zur Hilfe in Kriegszeiten führte 1863 zur Gründung des IKRK und 1864 zur ersten Genfer Konvention. Heute umfasst die Bewegung das IKRK, die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften sowie 192 nationale Gesellschaften.
Die Relevanz der Rotkreuzbewegung ist angesichts aktueller Krisen ungebrochen hoch. Allein 2025 erreichte das IKRK über 73 Millionen Menschen in Konfliktgebieten mit humanitärer Hilfe. In der Ukraine, in Gaza, im Sudan und anderen Krisenregionen leisten Rotkreuz-Mitarbeiter lebensrettende Arbeit unter gefährlichen Bedingungen. Die Organisation verzeichnete 2025 den höchsten Finanzbedarf ihrer Geschichte mit 2,9 Milliarden Schweizer Franken.
Der Weltrotkreuztag wird traditionell mit Veranstaltungen, Blutspendeaktionen und Bildungsprogrammen begangen. Nationale Rotkreuz-Gesellschaften organisieren Erste-Hilfe-Kurse, informieren über humanitäres Völkerrecht und würdigen ihre freiwilligen Helfer. Das Motto 2026 lautet ‚Alles beginnt mit einem Lächeln‘ und betont die menschliche Dimension der Hilfsarbeit.
Weitere Gedenktage am 8. Mai: Heute jährt sich zum 81. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa (Tag der Befreiung), der in vielen europäischen Ländern als Gedenktag begangen wird. Außerdem wird der Weltmigräne- und Kopfschmerztag begangen, um auf diese weit verbreiteten Leiden aufmerksam zu machen.