Welttag der Handhygiene: WHO erinnert an einfachen Schutz vor Infektionen

(Symbolbild)

Am 7. Mai begehen Gesundheitsorganisationen weltweit den Internationalen Tag der Handhygiene. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diesen Aktionstag 2009 ins Leben gerufen, um auf die lebensrettende Bedeutung regelmäßigen Händewaschens aufmerksam zu machen.

Das Datum wurde bewusst gewählt: Der 7.5. symbolisiert die fünf Momente der Handhygiene im Gesundheitswesen – vor Patientenkontakt, vor aseptischen Tätigkeiten, nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten, nach Patientenkontakt und nach Kontakt mit der Patientenumgebung. Diese einfache Maßnahme kann Millionen von Infektionen und Todesfällen verhindern.

Mangelnde Handhygiene ist nach WHO-Angaben eine der Hauptursachen für die Verbreitung von Krankenhausinfektionen und resistenten Keimen. Jährlich sterben weltweit etwa 700.000 Menschen an Infektionen mit antibiotikaresistenten Bakterien. Dabei könnten bis zu 70 Prozent aller Krankenhausinfektionen durch konsequente Handhygiene verhindert werden.

Die Corona-Pandemie hat das Bewusstsein für die Bedeutung der Handhygiene geschärft. Studien zeigen, dass sich durch gründliches Händewaschen mit Seife das Risiko für Atemwegsinfektionen um bis zu 45 Prozent reduzieren lässt. In Entwicklungsländern könnten allein durch bessere Handhygiene jährlich eine Million Kinderleben gerettet werden.

Krankenhäuser, Schulen und Gesundheitsorganisationen nutzen den Aktionstag für Aufklärkampagnen und Schulungen. Die WHO-Kampagne ‚Clean Care is Safer Care‘ erreicht mittlerweile über 22.000 Gesundheitseinrichtungen in 170 Ländern. Auch in Deutschland führen Kliniken und Pflegeheime spezielle Aktionen durch, um Personal und Besucher für das Thema zu sensibilisieren.

Weitere Gedenktage am 7. Mai: In Russland wird der Tag des Radios begangen, der an die erste Radioübertragung von Alexander Popow 1895 erinnert. Außerdem ist heute der Internationale Tag des Motocross, der die Popularität dieses Motorsports würdigen soll.