Welttag für Labortiere: Gedenken an Millionen Versuchstiere weltweit

(Symbolbild)

Heute, am 24. April, wird der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche begangen – auch bekannt als Welttag für Labortiere. Dieser Gedenktag wurde 1979 von der britischen National Anti-Vivisection Society ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich von Tierschutzorganisationen weltweit begangen.

Der Tag soll auf das Leid von Millionen Versuchstieren aufmerksam machen und für die Entwicklung alternativer Forschungsmethoden werben. Gleichzeitig gedenkt er all jenen Tieren, die ihr Leben für wissenschaftliche Experimente lassen mussten. Das Datum wurde bewusst gewählt: Es ist der Geburtstag von Hugh Dowding, einem britischen Luftwaffenoffizier, der sich später stark für den Tierschutz einsetzte.

Hintergrund des Gedenktags ist die ethische Debatte um Tierversuche in der Forschung. Während diese in der Medizin- und Kosmetikindustrie lange als unverzichtbar galten, fordern Tierschützer seit Jahrzehnten deren Abschaffung zugunsten alternativer Testmethoden wie In-vitro-Verfahren oder Computersimulationen.

Nach aktuellen Zahlen der Europäischen Kommission werden in der EU jährlich etwa 10,5 Millionen Tiere für wissenschaftliche Zwecke verwendet. In Deutschland waren es laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Jahr 2023 rund 1,9 Millionen Versuchstiere. Etwa 60 Prozent davon waren Mäuse und Ratten.

Am heutigen Tag organisieren Tierschutzorganisationen weltweit Mahnwachen, Informationsveranstaltungen und Kampagnen. Viele nutzen den Tag, um über das 3R-Prinzip aufzuklären: Replace (Ersetzen), Reduce (Reduzieren) und Refine (Verfeinern) von Tierversuchen. Gleichzeitig wird für mehr Forschungsgelder für alternative Methoden geworben.

Weitere Gedenktage am 24. April sind der Internationale Tag des Multilateralismus und der Diplomatie für Frieden, der von den Vereinten Nationen 2018 ausgerufen wurde. Außerdem begehen einige Länder heute den Tag der jungen Arbeiter.