In Welver-Scheidingen haben zwei junge Männer zwei Jugendliche mit einem Baseballschläger bedroht und ausgeraubt. Die Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen noch in derselben Nacht vorläufig fest.
Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, hatten die beiden Geschädigten gegen 1.10 Uhr das Schützenfest in Scheidingen verlassen und befanden sich auf der Schützenstraße, als ein schwarzer Audi neben ihnen anhielt. Aus dem Fahrzeug stiegen zwei männliche Personen aus und forderten die Jugendlichen zur Herausgabe von Geld auf.
Während einer der Tatverdächtigen die Geschädigten zur Herausgabe von Bargeld aufforderte, holte der zweite einen metallischen Baseballschläger aus dem Kofferraum des Fahrzeugs und hielt diesen in einschüchternder Weise in der Hand. Anschließend durchsuchte einer der Tatverdächtigen die Taschen eines Geschädigten und entnahm Bargeld aus dessen Portemonnaie.
Die Tatverdächtigen erbeuteten insgesamt rund 80 bis 100 Euro Bargeld in Form mehrerer 20-Euro-Scheine. Im Anschluss flüchteten sie mit dem schwarzen Audi vom Tatort.
Bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort konnten die Polizisten in der Straße Heckenbrei einen schwarzen Audi feststellen. Im Fahrzeug befanden sich ein 17-jähriger Tatverdächtiger aus Warstein sowie ein 18-jähriger Tatverdächtiger aus Möhnesee. Die Personenbeschreibungen der Geschädigten stimmten mit den beiden Männern überein.
Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Im Fahrzeug konnten sowohl die mutmaßliche Tatbeute als auch der bei der Tat verwendete metallische Baseballschläger aufgefunden und sichergestellt werden.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Arnsberg wurden bei beiden Tatverdächtigen Blutproben entnommen. Gegen den 18-jährigen Fahrer besteht zudem der Verdacht, den Pkw unter Alkoholeinfluss geführt zu haben. Gegen ihn wird zusätzlich wegen des Verdachts einer Verkehrsordnungswidrigkeit ermittelt.
Die Mobiltelefone der Beschuldigten sowie weitere Beweismittel wurden sichergestellt. Das Fahrzeug wurde zur Spurensicherung sichergestellt.
Die beiden Geschädigten blieben körperlich unverletzt und wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des schweren Raubes.