Stand 17:00 Uhr, Samstag, 04. Juli: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Baden-Württemberg kein Gewitterrisiko. Der heutige Abend und die Nacht verlaufen trocken und stabil. Der Instabilitätsindex liegt bei 0 von 10 – die Atmosphäre ist schlicht zu ruhig für konvektive Entwicklungen. Böen bis 37 km/h sind möglich, bleiben aber wettertechnisch harmlos. Weder Hagel noch Starkregen sind ein Thema.
Der Grund für die Stabilität liegt in der Kombination mehrerer dämpfender Faktoren: Die Luftfeuchtigkeit beträgt heute nur 45 Prozent, und der Abstand zwischen Temperatur und Taupunkt liegt bei 14,2 Grad Celsius. Zum Vergleich: Unter 7 Grad wird es meteorologisch brenzlig, weil die Luft dann so feucht ist, dass aufsteigende Luftpakete explosionsartig kondensieren und Gewitterzellen antreiben können. Mit über 14 Grad Differenz heute ist die Luft viel zu trocken für solche Prozesse. Hinzu kommt kein relevantes Druckfeld-Absinken, das dynamischen Auftrieb liefern würde. Windscherung und Instabilitätspotenzial – beides Voraussetzungen für organisiertere Gewittersysteme – fehlen heute vollständig.
Der Sonntag und Montag bringen keine grundlegende Änderung: Die Temperaturen erreichen 25 bis 28 Grad, der Instabilitätsindex bleibt bei 0. Allerdings sinkt der Taupunktgradient an beiden Tagen auf 8,4 beziehungsweise 8,5 Grad – die Luft wird etwas feuchter, was sich auch in der Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent widerspiegelt. Das reicht nicht für Gewitter, erklärt aber die leicht erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeiten von 17 bis 21 Prozent – möglicherweise einzelne kurze Schauer, vor allem über den Mittelgebirgslagen Schwarzwald und Schwäbische Alb, die aber rasch wieder abklingen. Dienstag, der 7. Juli, verdient besondere Aufmerksamkeit: Der Taupunktgradient fällt erstmals unter die kritische 7-Grad-Marke auf 5,6 Grad, der Wind schwächt sich auf unter 10 km/h ab, und der Instabilitätsindex steigt auf 3 von 10. Das ist ein schwaches, aber reales Konvektionssignal – ein leicht erhöhtes Potenzial für einzelne Wärmegewitter am Dienstag, besonders in den Nachmittagsstunden.
Für diesen Abend und das Wochenende sind keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen nötig. Wer für kommenden Dienstag Outdoor-Aktivitäten, Wassersport oder längere Ausflüge plant, sollte die Lage im Auge behalten: Bei einem Instabilitätsindex ab 3 lohnt es sich, morgens die aktuellen DWD-Warnungen zu checken, bevor man aufbricht. Warnsignale wären dann rasch aufziehende Quellwolken, ein plötzlicher Temperaturrückgang und zunehmende Böen aus wechselnden Richtungen. Bis dahin: Das Wetter lädt zu einem entspannten Sommerwochenende ein.
