Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Baden-Württemberg kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Mittwochabend verläuft weitgehend trocken und ruhig bei Temperaturen um 19 bis 20 Grad. Mit einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von lediglich 13 Prozent und erwarteten Böen von maximal 22 km/h gibt es keine meteorologischen Voraussetzungen für konvektive Ereignisse. Das Gewitterrisiko wird auf NIEDRIG eingestuft – Instabilitäts-Index 3 von 10.
Der Grund für die stabile Lage ist schnell erklärt: Der Instabilitäts-Index liegt mit einem Wert von 3 von 10 klar im unkritischen Bereich. Für Gewitter braucht die Atmosphäre Energie in Form von Wärme und Feuchte – beides ist heute zwar vorhanden, aber nicht ausreichend kombiniert. Die Temperaturdifferenz zwischen Lufttemperatur und Taupunkt beträgt 6,4 Grad Celsius: Werte unter 7 Grad gelten zwar als feuchtigkeitsbegünstigt, doch die Luftfeuchte von 69 Prozent reicht allein nicht aus, um Gewitterzellen zu zünden. Entscheidend fehlt außerdem die Windscherung – also die Veränderung von Windstärke und -richtung mit der Höhe – die für rotierende Gewitterzellen (sogenannte Mesozyklonen) nötig wäre. Die schwachen Böen von 22 km/h geben keinen Hinweis auf dynamische Hebungsprozesse in der Atmosphäre.
In der Nacht auf Donnerstag bleibt es trocken. Der Donnerstag selbst präsentiert sich bei 16 bis 29 Grad mit einer deutlich geringeren Luftfeuchte von 50 Prozent und einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von 14 Prozent ebenfalls stabil – kein Gewitterpotenzial. Aufmerksamkeit verdient dagegen der Freitag: Zwar bleibt der Instabilitäts-Index bei 3 von 10, doch der Taupunkt-Gradient sinkt auf 4,2 Grad – ein Hinweis auf feuchtere Luft in Bodennähe. Gleichzeitig steigen die Böen auf bis zu 32 km/h, und die Niederschlagswahrscheinlichkeit klettert auf 29 Prozent. Das ergibt zwar noch kein akutes Gewitterszenario, aber einen unruhigeren Wettercharakter mit einzelnen Schauern, besonders am Nachmittag und Abend. Der Samstag bringt schließlich Regen bei engen Taupunkt-Werten (Differenz nur 1,9 Grad) und sehr schwachem Wind – klassisches Schichtregen-Muster, kein Gewittertyp.
Auch wenn das heutige Abend-Update keine Gewitterwarnung erfordert, lohnt ein Blick auf die Grundregeln für die kommenden Tage: Wer am Freitag längere Zeit im Freien plant – ob Wandern im Schwarzwald, Radfahren oder Wassersport am Bodensee – sollte die Entwicklung der Quellwolken im Auge behalten. Warnsignale sind plötzlich aufsteigende, türmende Cumuluswolken am Nachmittag, ein rascher Temperaturabfall und auffrischende Böen aus wechselnden Richtungen. In solchen Momenten gilt: Offene Flächen, Berggipfel und Gewässer sofort verlassen, stabile Gebäude aufsuchen und Abstand von Einzelbäumen halten. Aktuelle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind unter wetterwarnung.de abrufbar.
