Das Wetter in Baden-Württemberg: Keine Gewittergefahr – Hitzewelle dominiert bis Donnerstag

Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Baden-Württemberg kein Gewitterrisiko. Der heutige Mittwochabend bleibt trocken und ruhig – Gewitter sind heute Nacht nicht zu erwarten. Mit Temperaturen, die tagsüber bis auf 35 °C geklettert sind, und Böen von maximal 26 km/h bleibt die Atmosphäre stabil. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei lediglich 2 Prozent, was einer praktisch gewitterfreien Nacht entspricht. Der Instabilitätsindex liegt bei 2 von 10 – das bedeutet: konvektives Potenzial ist vorhanden, reicht aber bei Weitem nicht aus, um nennenswerte Schauer oder Gewitter auszulösen.

Der Blick auf die meteorologischen Kenngrößen bestätigt diese ruhige Einschätzung eindeutig. Der Instabilitätsindex von 2 von 10 entspricht einem schwachen Potenzial – Werte ab 6 würden eine ernsthafte Gewittergefahr signalisieren. Die Temperatur-Taupunkt-Differenz liegt heute bei 13,1 °C: Je größer dieser Abstand, desto trockener und stabiler ist die Luftmasse in der Höhe. Kritisch für Gewitter wird es erst bei Werten unter 7 °C, wenn feuchte Luft in großen Mengen aufsteigen kann. Die relative Luftfeuchte von 49 Prozent unterstreicht diesen trockenen Charakter der Atmosphäre. Auch der Wind mit Böen bis 26 km/h liefert keine ausreichende Windscherung – also kein bedeutender Unterschied in Windstärke und -richtung zwischen Boden und Höhe –, der rotierende Gewitterzellen begünstigen würde. Kurz gesagt: Die Zutaten für Gewitter fehlen heute vollständig.

Auch der Donnerstag, 30. Juli, setzt die Hitzewelle nahtlos fort – mit Höchstwerten von bis zu 37 °C bleibt es der wärmste Tag der Woche. Der Instabilitätsindex verharrt bei 2 von 10, die Temperatur-Taupunkt-Differenz verbessert sich leicht auf 12,5 °C, was weiterhin auf eine trockene Luftmasse hinweist. Niederschlag ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 4 Prozent faktisch ausgeschlossen. Erst am Freitag zeichnet sich eine zaghafte Wetterveränderung ab: Die Temperatur-Taupunkt-Differenz sinkt auf 9,2 °C, die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt auf 30 Prozent, und vereinzelte Schauer werden wahrscheinlicher – der Instabilitätsindex fällt allerdings auf 0, was auf stabile, frontale Niederschläge hinweist statt auf Konvektion. Der markanteste Wechsel folgt am Samstag, 1. August: Die Temperatur-Taupunkt-Differenz sackt auf nur noch 4,4 °C – das ist die erste echte Feuchte-Schwelle der Woche. Kombiniert mit einem Instabilitätsindex von 3 von 10 und Regen ist Samstag der erste Tag mit einem niedrigen, aber real vorhandenen Gewitterpotenzial, der genau beobachtet werden sollte.

Auch wenn heute und morgen keine Gewittergefahr besteht, sollte die anhaltende Hitze ernst genommen werden. Bei Temperaturen um 35 bis 37 °C gilt: Körperliche Anstrengungen im Freien auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen, ausreichend trinken und direkte Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden meiden. Für Fahrerinnen und Fahrer gilt: Hitze erhöht die Ermüdung deutlich – auf langen Strecken regelmäßige Pausen einplanen. Im Hinblick auf den Samstag empfiehlt es sich, die Wetterentwicklung im Blick zu behalten: Wer für das Wochenende Outdoor-Aktivitäten, Wassersport oder Veranstaltungen im Freien plant, sollte ab Freitagabend aktuelle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes prüfen. Typische Warnsignale für aufziehende Gewitter – plötzlicher Temperaturabfall, rasch zunehmende Böen und sich türmende Quellwolken – werden am heutigen Abend und morgen ausbleiben, gewinnen aber ab Freitagabend an Relevanz.