Das Wetter in Thüringen: Donnerstag stabil – Gewittergefahr steigt zum Wochenende

Für die kommenden 6 bis 12 Stunden gibt es in Thüringen keine Gewittergefahr. Der heutige Donnerstag bleibt stabil und trocken. Der Instabilitäts-Index liegt bei 0 von 10 – das bedeutet: Die Atmosphäre ist gut durchmischt, es fehlt jede konvektive Energie, die für Gewitterentstehung notwendig wäre. Die Temperaturen klingen von 30°C am Nachmittag auf angenehme Abendwerte ab. Der Wind weht mäßig mit Böen bis 26 km/h, bleibt aber unproblematisch. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit für heute Nacht liegt bei lediglich 2 Prozent. Kurz gesagt: Der Abend ist ruhig, kein Gewitter in Sicht.

Der Grund für die heutige Stabilität liegt in einer Kombination aus trockener Luft und fehlendem dynamischen Auftrieb. Die Temperaturdifferenz zwischen Luft und Taupunkt beträgt derzeit 11,2°C – ein hoher Wert, der anzeigt, dass die Luft weit von Sättigung entfernt ist. Erst wenn diese Differenz unter 7°C sinkt, steigt die Feuchte so weit, dass aufsteigende Luftpakete genug Energie gewinnen, um Gewitterzellen zu bilden. Windscherung – also die Änderung der Windrichtung und -stärke in verschiedenen Höhen, die rotierende Gewitterzellen antreiben kann – ist heute ebenfalls kein Thema. Die Atmosphäre über Thüringen zeigt sich von ihrer ruhigen Seite.

Der Blick auf Freitag und Samstag zeichnet ein anderes Bild. Am Freitag sinkt die Taupunkt-Differenz auf 5,4°C und damit in den kritischen Bereich unter 7°C. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt auf 50 Prozent, 6,4 mm Regen sind möglich, der Instabilitäts-Index klettert auf 3 von 10 – das entspricht einem moderaten Risiko. Ernsthafter wird es am Samstag: Der Index erreicht 6 von 10, die Böen steigen auf 37 km/h, und die Taupunkt-Differenz bleibt mit 6°C im problematischen Bereich. Das ist die Kombination, bei der organisierte Gewitterzellen entstehen können. Der Sonntag bringt dann mit einem Instabilitäts-Index von 3 und einem sehr geringen Taupunkt-Abstand von nur 2,9°C zwar hohe Feuchtigkeit, aber kaum noch thermischen Antrieb – eher Landregen als Gewitter.

Für den heutigen Abend besteht kein Handlungsbedarf. Mit Blick auf das Wochenende empfehlen wir jedoch bereits jetzt, Outdoor-Aktivitäten für Samstag flexibel zu planen. Typische Warnsignale vor Gewitterentwicklung sind ein plötzlicher Temperaturabfall um mehrere Grad innerhalb kurzer Zeit, eine deutliche Böenzunahme aus wechselnden Richtungen sowie eine rasch aufziehende dunkle Quellbewölkung im Westen oder Südwesten. Wer am Samstag auf Gewässern unterwegs ist, sollte das Wetter engmaschig beobachten und bei ersten Anzeichen Ufer oder Schutzraum aufsuchen. Autofahrer sollten bei einsetzendem Starkregen Geschwindigkeit reduzieren und Unterführungen meiden. Aktuelle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sind ab Freitagabend regelmäßig zu prüfen.