Die Polizeidirektion Wiesbaden hat die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt 8.737 Verkehrsunfälle – ein leichter Anstieg um 144 Unfälle oder 1,68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders deutlich stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden um 7,16 Prozent auf 1.003 Fälle an. Dabei wurden 1.219 Menschen verletzt oder getötet. Während die Zahl der Leichtverletzten unverändert bei 1.099 lag, stieg die Zahl der Schwerverletzten von 101 auf 118. Im Jahr 2025 kamen zwei Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – eine Person weniger als im Vorjahr.
Die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle in Wiesbaden war ein ungenügender Sicherheitsabstand. Es folgten Fehler beim Fahrstreifenwechsel beziehungsweise die Missachtung des Reißverschlusssystems sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Bei Unfällen mit Personenschäden spielten vor allem ungenügender Sicherheitsabstand, Vorfahrt- und Vorrangverstöße, Fehler beim Abbiegen sowie unangepasste Geschwindigkeit eine Rolle.
Von den insgesamt 8.737 Verkehrsunfällen entfielen 2.996 auf Verkehrsunfallfluchten – das entspricht einem Anteil von 34,29 Prozent. In 124 dieser Fälle wurden Personen verletzt. Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 42,36 Prozent.
Besonders häufig ereigneten sich Unfälle am 1. Ring/Bahnhofstraße mit 30 Unfällen, wo es häufig zu seitlichen Zusammenstößen abbiegender Fahrzeuge kam. Es folgten der 2. Ring/Dotzheimer Straße mit 26 Unfällen, der 2. Ring/Klarenthaler Straße sowie die Rheinstraße/Oranienstraße/Schwalbacher Straße mit jeweils 21 Unfällen und der Hochkreisel in Mainz-Kastel/Rampenstraße mit 19 Unfällen.
Auch bei einzelnen Verkehrsteilnehmergruppen zeigten sich deutliche Veränderungen: Unfälle mit Radfahrenden stiegen um 17,04 Prozent auf 316 Fälle, wobei besonders die Zahl der Pedelec-Unfälle zunahm. Die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern erhöhte sich um 20,28 Prozent auf 433 Fälle. Unfälle mit E-Scootern nahmen um 9,01 Prozent auf 121 Fälle zu. Unfälle unter Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln gingen hingegen von 155 auf 131 zurück.
Die Polizei Wiesbaden wird auch 2026 ihre Schwerpunkte in den Bereichen Ablenkung im Straßenverkehr, Alkohol und Drogen, Geschwindigkeitsüberwachung, Raser-, Poser- und Tunerszene, Radverkehr, Fußgänger sowie E-Scooter-Verkehr fortführen. Neben präventiven Maßnahmen werden weiterhin gezielte Schwerpunktkontrollen durchgeführt.