Zwei Autofahrerinnen sind am Donnerstagmorgen im Landkreis Sömmerda mit Rehen zusammengestoßen. Kurz nach 5:00 Uhr erfasste eine 47-jährige Hyundai-Fahrerin auf der Landstraße zwischen Hardisleben und Buttstädt ein Reh. Gegen 6:45 Uhr fuhr eine 38-jährige Fiat-Fahrerin zwischen Ottenhausen und Weißensee ein weiteres Tier an. Beide Rehe liefen nach den Unfällen davon. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Die Polizei nutzt die beiden Vorfälle, um auf die Gefahren durch Wildwechsel hinzuweisen. Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung müssen Autofahrerinnen und Autofahrer auf Landstraßen damit rechnen, dass plötzlich Wildtiere die Fahrbahn queren. Das gilt vor allem an Wald- und Feldrändern sowie auf entsprechend ausgeschilderten Strecken.
So verhalten Sie sich richtig im Wildwechsel-Gebiet
Fahrerinnen und Fahrer sollten ihre Geschwindigkeit anpassen, den Fahrbahnrand aufmerksam beobachten und ausreichend Sicherheitsabstand halten. Taucht ein Tier auf, heißt es, kontrolliert abzubremsen, das Fernlicht auszuschalten und gegebenenfalls zu hupen. Wichtig: Einem Tier folgen häufig weitere.
Lässt sich ein Zusammenstoß nicht vermeiden, sollten Fahrerinnen und Fahrer das Lenkrad festhalten und möglichst geradeaus bremsen. Riskante Ausweichmanöver können zu schweren Unfällen mit dem Gegenverkehr oder an Straßenbäumen führen.
Nach einer Kollision ist die Warnblinkanlage einzuschalten, eine Warnweste anzulegen und die Unfallstelle mit einem Warndreieck abzusichern. Die Polizei sollte auch dann verständigt werden, wenn das angefahrene Tier geflüchtet ist. Verletztes Wild darf weder verfolgt noch angefasst werden.
Sömmerda: 366 Unfälle je 100.000 Einwohner
Unter fünf Orten (Waltershausen, Bad Langensalza, Eisenberg, Ohrdruf und Stadtroda), die ähnlich groß und ähnlich dicht bewohnt sind und in denen ähnlich viele Autos zugelassen sind, ist das die zweithöchste Zahl an Unfällen. Dort passieren im Schnitt 275 Unfälle je 100.000 Einwohner, bundesweit sind es 363. Auffällig im Vergleich mit diesen fünf Orten: Unfälle mit Radfahrenden sind in Sömmerda gut doppelt so häufig (47,6 statt 21,3 Prozent). Dagegen sind Unfälle mit Motorrad oder Roller dort 34 Prozent seltener.
Quelle: Amtliche Statistik von Bund und Ländern, Details
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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