Das Wochenende vom 26. bis 28. Juni beschäftigte die Polizei Wilhelmshaven mit einer beachtlichen Serie von Verkehrsverstößen und Straftaten. Im Mittelpunkt standen mehrere Fälle von Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss, ein illegales Rollerrennen mit Flucht sowie Einbruchsversuche und Unfallfluchten.
Den Auftakt machte am Freitagabend gegen 21.30 Uhr ein 34-jähriger Wilhelmshavener in der Rheinstraße 104. Eine Polizeistreife wollte den Rollerfahrer kontrollieren, doch er flüchtete. Bei der anschließenden Fahndung fanden die Beamten das Fahrzeug abgestellt vor – der Fahrer hatte sich in der Nähe versteckt. Bei der Überprüfung stellte sich heraus: Der Mann besitzt keine gültige Fahrerlaubnis, sein Roller war nicht pflichtversichert, und er zeigte deutliche Anzeichen von Drogenkonsum. Eine Blutprobe wurde angeordnet. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen illegalen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss.
Am selben Freitagmittag ereignete sich gegen 13.00 Uhr auf der Oldenburger Straße (B 210) in der Abbiegespur zur Peterstraße ein Auffahrunfall. Ein Fahrer prallte auf ein an der Ampel wartendes Fahrzeug auf und beschädigte beide Autos. Statt seine Daten auszutauschen, verließ der Verursacher fluchtartig den Unfallort. Die 37-jährige Geschädigte musste erkennen, dass sie allein gelassen wurde. Die Polizei Wilhelmshaven (Telefon: 04421-9420) sucht nun nach Zeugen und Informationen zum flüchtigen Fahrer.
Ebenfalls am Freitagabend versuchten unbekannte Täter, eine Wohnungstür in der Peterstraße aufzubrechen. Zwar beschädigten sie massiv den Schließzylinder, kamen aber nicht ins Innere der Wohnung. Der Zylinder musste durch einen Schlüsseldienst ausgetauscht werden. Auch hier bittet die Polizei unter 04421-9420 um Zeugenhinweise.
Am Samstagabend um 21.35 Uhr kontrollierten Beamte einen 39-jährigen E-Scooter-Fahrer im Bereich Am Wiesenhof. Der Mann stand deutlich unter Alkoholeinfluss – ein Atemalkoholtest ergab 2,60 Promille, einen extrem hohen Wert. Im Klinikum wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Nach alle Maßnahmen musste der Mann sogar in Polizeigewahrsam genommen werden. Es wird gegen ihn wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt.
In der Nacht zum Sonntag kontrollierten Beamte in der Freiligrathstraße einen 15-jährigen E-Scooter-Fahrer. Messungen zeigten: Sein Gerät fuhr 35 km/h statt der erlaubten 20 km/h. Der Jugendliche wird wegen Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis zur Anzeige gebracht.
Am Sonntag um 01.00 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei einen Pkw, der auf der Papingastraße in Schlangenlinie gefahren sein soll. Eine Funkstreife stellte das Fahrzeug in der Edo-Wiemken-Straße. Die 50-jährige Fahrerin roch deutlich nach Alkohol. Ein Test ergab 1,72 Promille. Ihr Führerschein wurde sichergestellt, und eine Blutprobe wurde entnommen. Die Frau darf künftig keine motorisierten Fahrzeuge mehr führen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr wurde eingeleitet.
Knapp 20 Minuten später, um 01.20 Uhr, prallte ein 29-jähriger Autofahrer auf der Börsenstraße in Richtung Virchowstraße gegen einen Laternenmast. Danach versuchte er gemeinsam mit seinem 35-jährigen Beifahrer, sich aus dem Staub zu machen – sie entfernten sogar Kennzeichen und Papiere aus dem Wagen. Doch Zeugen hatten beobachtet, was geschah, und meldeten es der Polizei. Polizeibeamte in der Nähe stoppten die beiden noch unmittelbar nach der Unfallstelle. Ein Atemalkoholtest zeigte 2,19 Promille Alkohol. Eine Blutprobe im Krankenhaus bestätigte das Ergebnis, wo der Fahrer auch wegen einer unfallbedingten Kopfverletzung untersucht wurde. Sein Beifahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Das stark beschädigte Fahrzeug wurde abgeschleppt. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer wegen Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässiger Körperverletzung.
Den Abschluss dieser turbulenten Wochenende bildete ein weiterer Unfall um 04.07 Uhr am Sonntag. Ein 27-jähriger Autofahrer fuhr auf regennasser Fahrbahn auf der Kurt-Schumacher-Straße in Richtung Friedrich-Paffrath-Straße, verlor die Kontrolle, schlidderte ins Schleudern und prallte gegen eine Straßenlaterne. Ein Atemalkoholtest ergab 1,32 Promille. Nach einer Blutprobe wurde sein Führerschein beschlagnahmt. Der Fahrer blieb körperlich unverletzt, erhält aber ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung und darf ab sofort keine motorisierten Fahrzeuge mehr führen.
Insgesamt zeigt die Bilanz des Wochenendes ein besorgniserregendes Muster: Mehrfach wurde Alkohol am Steuer nicht nur geduldet, sondern auch zu massiven Unfällen und Gefährdungen. Die Polizei Wilhelmshaven warnt eindringlich vor den Folgen von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.